Die Beschreibung einer Modellbahnanlage über Taiwan in drei Kapiteln
Mit dem Zug geht die Fahrt weiter durch ostasiatische Landschaften, die auch im deutschen Hobbyraum mit der Maßstabsverkleinerung von 1:150 möglich sind.
Während sich die Fuso-Lastwagen über die Straße quält, wartet der Fotograf ohne Fahrplan zur Hand bis zum Ende der Geduld auf den Triebwagen der Jiji (集集)- Linie in Richtung von oder nach Checheng (車埕)
Der Plan der etwa 1,5 qm großen Modellbahn im Taiwan-Stil zur Erinnerung.
Heute geht es um den Bereich auf der rechten Seite. Zwei Brücken verbinden die beiden Seiten der Anlage miteinander. Die Situation lässt an die Longteng-Brücke oder Yuteng-Brücke in Sanyi (三義) denken.
Ort am Hafen mit Bahnhof (C), Stellwerk (D) und Güterhalle (E)
Den betrieblicher Mittelpunkt auf der Modellbahn stellt die kleine Siedlung mit Hafen an der Pazifikküste Osttaiwans dar. Dabei ist sein Bahnhof in gewisser Hinsicht Checheng (車埕), dem Endpunkt der Jiji-Linie, zu vergleichen, obwohl der in einen Tal ganz ohne Hafen liegt.
Nieselwetter war 2009 am Bahnhofsgebäude in Checheng (車埕).
Der Bahnhof bezog seine ursprüngliche Bedeutung aus der Holzwirtschaft und die Bauarbeiten zum Aufstau des Sonnen-Mond-See, um ihn für ein Speicherkraftwerk nutzen zu können. Heute sind Bahnhof und Ort vornehmlich ein bedeutendes Ausflugsziel.
Der Zug am Bahnsteig von in Checheng (車埕).
Auch die passenden Menschen, im Maßstab 1:150 verkleinert, lassen sich für den Modellbau finden. Im täglichen Eisenbahnbetrieb wird heute nur noch ein Gleis für den Pendeltriebwagen benötigt.
Neben dem Bahnhofsgebäude werden auch alle anderen Anlagen mit geschichtlicher Bedeutung, in deren Mittelpunkt das Stellwerk steht, konservatorisch instandgehalten. Auf den nicht mehr benötigten Gleisen sind einige alte Eisenbahnfahrzeuge ausgestellt.
Zum Modellbahnhof gehört auch noch eine Güterhalle, wie sie etwa am Endbahnhof der Waldeisenbahn von Luodong ein- und zweigeschossig zu finden sind.
Und wieder freut es, was alles so oder so ähnlich aus dem Sortiment japanischer Modelleisenbahnhersteller erhältlich ist.
Den Bedarf des Modellbahners für das Bahnhofsgebäude im Stil der japanischen Kolonialzeit befriedigt hier GREENMAX.
Zudem ist das richtige Stellwerk im Programm des gleichen Herstellers. Als Güterhalle adaptiert werden kann das Modell des Lagerhauses einer Sakebrauerei von TOMYTEC Verwendung finden. Das Sake-Zeichen ist allerdings auszutauschen, denn so eine Sakebrauerei ist in Taiwan nicht zu finden. Auch von Tomytec geliefert werden die korrekt in Sommeruniform gekleideten Schüler, die es auch real in Taiwan zu sehen gibt.
Die Wirtschaft des kleinen Ortes basiert zum einem auf dem ansässigen Sägewerk, wo die Stämme aus den Bergwäldern verarbeitet werden. Das zweite ökonomische Standbein ist der Hafen mit etwas Fischfang und dem Güterumschlag. Mehr dazu morgen.
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Dienstag, 17. Juni 2014
Montag, 16. Juni 2014
Eine Einführung in die Modelleisenbahn oder 鐵道模型入門 - Teil 3.1 - Meine Taiwanmodellbahn
Die Beschreibung einer Modellbahnanlage über Taiwan in drei Kapiteln
Wer gerade nicht auf Taiwan sein kann, hat - der globalisierten Spielzeugeisenbahnindustrie sei Dank gesagt - die Möglichkeit sich schöne Orte seiner Lieblingsinsel zumindest als Modell ins ferne Europa zu holen.
Eisenbahnromantik pur im ländlichen Taiwan bietet die Fahrt mit dem Zug von Rueifang (瑞芳) nach Jingtong oder Chingtung (菁桐) über die Pingshi-Linie. Hier verlässt soeben der Triebwagen den Bahnhof von Chingtung und bewegt sich zurück in Richtung der Hauptbahn zwischen Taipei und Osttaiwan.
Nach vielen Jahren des Sammelns von Ideen und etlichen gefertigten Vorentwürfen ist die Planungsphase für die Eisenbahn in Nachbildung der TRA (Taiwan Railway Administration) beendet. Nun geht es an die Umsetzung.
Das Konzept basiert auf der Gleisgeometrie von alten Arnold Rapido Gleisen in Spur N. Es mag Gleissysteme gegeben, die dem Vorbild näher sind, aber hier regiert der Gedanke der Nachhaltigkeit und Verwendung bereits vorhandener Ressourcen aus den Tagen der Jugend.
Mit dem Eisenbahnplaner 3D lässt es sich so lange „scrabbeln‟ bis die Schienen sägefrei zusammen passen. Inspiration für den Entwurf lieferte Ivo Cordes mit seinem Alpenkarussel.
Bei der Übertragung von der Schweiz nach Taiwan, von Spur HO auf N kam eine L-Förmige Anlage heraus, die circa 125 x 160 cm Raumbedarf hat. Dabei misst der linke Schenkel 125 mal 65 cm, der rechte Schenkel 90 mal 160 cm.
Thema ist ein kleiner Ort am osttaiwanischen Pazifik. Eine Küstenbahn windet sich entlang der Steilküste zum Hafen herunter, wo Holz, Kalkschotter und Kohle auf kleine Frachtschiffe verladen werden können. Nachdem die Eisenbahnstrecke den Bahnhof passiert hat, durchbricht sie mit einem Tunnel die Bergkette, um dem steinigen, fast ausgetrockneten Flusstal ins Inland zu folgen. Die Fläche des pazifischen Ozeans im Vordergrund kann aus Gründen der Zugänglichkeit reduziert werden. Es reicht beim Bau der Modellbahn das Wasser am Uferstreifen im Modell darzustellen. Neben dem kleinen Hafenort am Meer befindet sich etwas höher gelegen eine Anschlussbahn, die über eine Spitzkehre zu einer kleinen Bahnstation führt.
Die Spitzkehre und die Station an den Bergen wecken auch Erinnerungen an an die schmalspurige Waldeisenbahn von Alishan mit ihrer Stichlinie nach Chushan (祝山).
Diese Bahnstation dient heute nur noch dazu, die Morgensonnenanbeter zu früher Stunde auf den Berg zu bringen, damit diese den Sonnenaufgang über dem Yushan, den höchsten Berg Taiwans bewundern können. Holz wird hier seit langem nicht mehr abtransportiert.
Stationsgebäude der Anschlussbahn (A im Plan)
Taiwan inspiriert den Modellbahner an verschiedenen Orten, einen kleinen Bahnhof in den grün bewaldeten Bergen der Insel nachzubilden. Ein gutes Vorbild ist durchaus der Endbahnhof von Chingtung (菁桐).
Hier wurde noch bis vor einigen Jahrzehnten Kohle in Stollen abgebaut und verladen. Früher stiegen Arbeiter und Landbevölkerung hier ein und aus. Heute sind es überwiegend Tagestouristen aus Taipei.
Gut, dass die alte Eisenbahn Formosas im wesentlichen während der japanischen Kolonialzeit ab 1895 errichtet wurde. So bieten japanische Modellbahnhersteller vieles, was gut adaptiert werden kann. Eine hübsche ländliche Station, wie sie auch noch in Taiwan zu finden ist, gibt es beispielsweise als Modell von TOMYTEC.
Das Modell des RDC steht für den Kuang-Hua-Hao, den China-Rückgewinnungs-Express, der von Tokyu Car in Japan basierend auf Budds RDC gebaut und am 31.10.1966 zu Generalissimos Geburtstag in Dienst gestellt wurde. Bis zur Elektrifizierung der Strecke war er der schnellste Zug zwischen Taipei und Kaohsiung. 1979 wechselten die Triebwagen vom Typ DR2700 dann in untergeordnete Dienste.
Das Modell des RDC selber stammt von der japanischen Firma KATO und wurde von mir aus den USA bezogen, weil es in Deutschland nicht mehr lieferbar war. Das ist Globalisierung im Kleinen.
Verladeplatz (B)
Zum Bahnhof gehören auch Verlademöglichkeiten für Güter. Die Pingshi-Linie wurde zur Erschließung von Kohlevorkommen gebaut, deren Abbau zur Versorgung der Dampfschifffahrt und frühe Wirtschaftsentwicklung Taiwans von Bedeutung war. Im Jahr 2003 war die Kohleverladung in Chingtung (菁桐) allerdings seit Jahrzehnten außer Betrieb und nur noch eine Ruine.
Ein passendes Gegenstück für das Modell kann die Schotterverladung von Kibri sein, die in der Fundgrube meines Kellerarchivs vorhanden ist.
Im Übrigen sind auch die Kalksteinbrüche und Zementherstellung im Osten Taiwans ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, wobei die Maßstäblichkeit dieser Fabriken und Steinbrüche weder zum mittelständischen Schotterbetrieb in Spur N noch zur realen Situation in Chingtung (菁桐) passt.
Zusätzlich oder alternativ kann an dieser Stelle das Thema eines Holzverladeplatzes aufgegriffen werden. Mit der japanischen Kolonisierung wurden die Wälder Taiwans systematisch ausgeplündert. Riesige wertvolle Bäumen wurden geschlagen und aus den Berggebieten mit schmalspurigen Waldeisenbahnen oder Seilbahnen abtransportiert. Heute ist der Raubbau an den Wäldern aufgegeben. Genutzt wird im wesentlichen nur noch Treibholz, dass während der Taifun-Saison und Regenzeit mit den Flüssen aus den unzugänglichen Gebieten angeschwemmt wird. Der Aufwand und die Risiken der Holzgewinnung stehen vermutlich in keinem wirtschaftlichen Verhältnis mehr zum Nutzen. Und die Schönsten der alten Stämme wurden längst Möbel und sonstige Tischlerarbeit in Japan verarbeitet.
Früher befanden sich die Holzverladeplätze dort, wo die Rodungen stattfanden, wo Seilbahnen oder kleinere Anschlussbahnen endeten. Mit Kränen wurden die dicken Stämme auf die Waggons verladen. Das Bild aus Tucheng am Ende der Waldeisenbahn von Luodong zeigt, wie provisorisch und unaufgeräumt die Holzgewinnung damals in Taiwan stattfand.
Wer gerade nicht auf Taiwan sein kann, hat - der globalisierten Spielzeugeisenbahnindustrie sei Dank gesagt - die Möglichkeit sich schöne Orte seiner Lieblingsinsel zumindest als Modell ins ferne Europa zu holen.
Eisenbahnromantik pur im ländlichen Taiwan bietet die Fahrt mit dem Zug von Rueifang (瑞芳) nach Jingtong oder Chingtung (菁桐) über die Pingshi-Linie. Hier verlässt soeben der Triebwagen den Bahnhof von Chingtung und bewegt sich zurück in Richtung der Hauptbahn zwischen Taipei und Osttaiwan.
Nach vielen Jahren des Sammelns von Ideen und etlichen gefertigten Vorentwürfen ist die Planungsphase für die Eisenbahn in Nachbildung der TRA (Taiwan Railway Administration) beendet. Nun geht es an die Umsetzung.
Das Konzept basiert auf der Gleisgeometrie von alten Arnold Rapido Gleisen in Spur N. Es mag Gleissysteme gegeben, die dem Vorbild näher sind, aber hier regiert der Gedanke der Nachhaltigkeit und Verwendung bereits vorhandener Ressourcen aus den Tagen der Jugend.
Mit dem Eisenbahnplaner 3D lässt es sich so lange „scrabbeln‟ bis die Schienen sägefrei zusammen passen. Inspiration für den Entwurf lieferte Ivo Cordes mit seinem Alpenkarussel.
Bei der Übertragung von der Schweiz nach Taiwan, von Spur HO auf N kam eine L-Förmige Anlage heraus, die circa 125 x 160 cm Raumbedarf hat. Dabei misst der linke Schenkel 125 mal 65 cm, der rechte Schenkel 90 mal 160 cm.
Thema ist ein kleiner Ort am osttaiwanischen Pazifik. Eine Küstenbahn windet sich entlang der Steilküste zum Hafen herunter, wo Holz, Kalkschotter und Kohle auf kleine Frachtschiffe verladen werden können. Nachdem die Eisenbahnstrecke den Bahnhof passiert hat, durchbricht sie mit einem Tunnel die Bergkette, um dem steinigen, fast ausgetrockneten Flusstal ins Inland zu folgen. Die Fläche des pazifischen Ozeans im Vordergrund kann aus Gründen der Zugänglichkeit reduziert werden. Es reicht beim Bau der Modellbahn das Wasser am Uferstreifen im Modell darzustellen. Neben dem kleinen Hafenort am Meer befindet sich etwas höher gelegen eine Anschlussbahn, die über eine Spitzkehre zu einer kleinen Bahnstation führt.
Die Spitzkehre und die Station an den Bergen wecken auch Erinnerungen an an die schmalspurige Waldeisenbahn von Alishan mit ihrer Stichlinie nach Chushan (祝山).
Diese Bahnstation dient heute nur noch dazu, die Morgensonnenanbeter zu früher Stunde auf den Berg zu bringen, damit diese den Sonnenaufgang über dem Yushan, den höchsten Berg Taiwans bewundern können. Holz wird hier seit langem nicht mehr abtransportiert.
Stationsgebäude der Anschlussbahn (A im Plan)
Taiwan inspiriert den Modellbahner an verschiedenen Orten, einen kleinen Bahnhof in den grün bewaldeten Bergen der Insel nachzubilden. Ein gutes Vorbild ist durchaus der Endbahnhof von Chingtung (菁桐).
Hier wurde noch bis vor einigen Jahrzehnten Kohle in Stollen abgebaut und verladen. Früher stiegen Arbeiter und Landbevölkerung hier ein und aus. Heute sind es überwiegend Tagestouristen aus Taipei.
Gut, dass die alte Eisenbahn Formosas im wesentlichen während der japanischen Kolonialzeit ab 1895 errichtet wurde. So bieten japanische Modellbahnhersteller vieles, was gut adaptiert werden kann. Eine hübsche ländliche Station, wie sie auch noch in Taiwan zu finden ist, gibt es beispielsweise als Modell von TOMYTEC.
Das Modell des RDC steht für den Kuang-Hua-Hao, den China-Rückgewinnungs-Express, der von Tokyu Car in Japan basierend auf Budds RDC gebaut und am 31.10.1966 zu Generalissimos Geburtstag in Dienst gestellt wurde. Bis zur Elektrifizierung der Strecke war er der schnellste Zug zwischen Taipei und Kaohsiung. 1979 wechselten die Triebwagen vom Typ DR2700 dann in untergeordnete Dienste.
Das Modell des RDC selber stammt von der japanischen Firma KATO und wurde von mir aus den USA bezogen, weil es in Deutschland nicht mehr lieferbar war. Das ist Globalisierung im Kleinen.
Verladeplatz (B)
Zum Bahnhof gehören auch Verlademöglichkeiten für Güter. Die Pingshi-Linie wurde zur Erschließung von Kohlevorkommen gebaut, deren Abbau zur Versorgung der Dampfschifffahrt und frühe Wirtschaftsentwicklung Taiwans von Bedeutung war. Im Jahr 2003 war die Kohleverladung in Chingtung (菁桐) allerdings seit Jahrzehnten außer Betrieb und nur noch eine Ruine.
Ein passendes Gegenstück für das Modell kann die Schotterverladung von Kibri sein, die in der Fundgrube meines Kellerarchivs vorhanden ist.
Im Übrigen sind auch die Kalksteinbrüche und Zementherstellung im Osten Taiwans ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, wobei die Maßstäblichkeit dieser Fabriken und Steinbrüche weder zum mittelständischen Schotterbetrieb in Spur N noch zur realen Situation in Chingtung (菁桐) passt.
Zusätzlich oder alternativ kann an dieser Stelle das Thema eines Holzverladeplatzes aufgegriffen werden. Mit der japanischen Kolonisierung wurden die Wälder Taiwans systematisch ausgeplündert. Riesige wertvolle Bäumen wurden geschlagen und aus den Berggebieten mit schmalspurigen Waldeisenbahnen oder Seilbahnen abtransportiert. Heute ist der Raubbau an den Wäldern aufgegeben. Genutzt wird im wesentlichen nur noch Treibholz, dass während der Taifun-Saison und Regenzeit mit den Flüssen aus den unzugänglichen Gebieten angeschwemmt wird. Der Aufwand und die Risiken der Holzgewinnung stehen vermutlich in keinem wirtschaftlichen Verhältnis mehr zum Nutzen. Und die Schönsten der alten Stämme wurden längst Möbel und sonstige Tischlerarbeit in Japan verarbeitet.
Früher befanden sich die Holzverladeplätze dort, wo die Rodungen stattfanden, wo Seilbahnen oder kleinere Anschlussbahnen endeten. Mit Kränen wurden die dicken Stämme auf die Waggons verladen. Das Bild aus Tucheng am Ende der Waldeisenbahn von Luodong zeigt, wie provisorisch und unaufgeräumt die Holzgewinnung damals in Taiwan stattfand.
Sonntag, 20. Januar 2013
Einführung in die Modelleisenbahn - Teil 2 - Schauanlagen
Das Hobby „Modelleisenbahn“ kann für Menschen durchaus zur Ersatzreligion werden. Zwar ist - wie bei der Religion - rational der praktische Nutzen begrenzt, jedoch können genauso Glücksmomente, Zugehörigkeitsgefühl und Anerkennung in der Gemeinschaft entstehen. Parallelen scheint es auch bezüglich bei der Entwicklung der Popularität beider Bereiche zu geben. In Gesellschaften, in denen christliche Religion und Modelleisenbahn früher fest verankert waren, verlieren sie an Bedeutung. Die Menschen wenden sich anderen Themen, Interessen und Denkrichtungen zu. In Gegenden, die erst einige Jahre später begannen, sich an dominierenden Kulturkreisen zu orientieren, besteht noch die Chance der Missionierung und Verbreitung diesseits althergebrachten Gedankengut zur Religionsausübung und Freizeitgestaltung.
Die ersten Missionsstationen für das Hobby „Modelleisenbahn“ sind in Taiwan bereits entstanden. Während auswärtige Religionsgemeinschaften bevorzugt in den abgelegenen Gebieten der Ureinwohner und dort in Großstädten missionieren, wo sie zugängliche Menschen erreichen können, finden sich die sendungsbewußten Zentren für die Modelleisenbahn in herausragenden Museen. Hier werden mit zeitgemäßer Darstellung und modernster medialer Präsentation Schulklassen, Reisegruppen, Familien und Kinder angesprochen.
Der Anfang ist gemacht: Ausstellungsobjekt mit Modelleisenbahn in Taiwans Erdbebenmuseum in Wufeng (霧峰). Wer auf den Boden springt und die Erde erschüttert, schaltet das Atomkraftwerk ab, den Strom aus und stoppt den Zug. Ob das AKW nach Fukushima noch in der Modelllandschaft steht?
Auf der anderen Seite von Taiwan: In der Ausstellunghalle am Endbahnhof der Waldeisenbahn in Luodong zeigt sich der kurvige und sogar fahrtüchtige Nachbau der Strecke, wie auch hier zu sehen ist.
Leider verpasst: Die Austellung im Geschichtsmuseum von Kaohsiung zur Hafenbahn unter dem Titel „Tracks Through Time - Kaohsiung Harbor Railway Modeling Exhibition“, die vom 7. Mai bis zum 25. September 2011 stattfand.
Groß war das Modell, aber die Stadtlandschaft war doch sehr schematisch, oberflächlich und wenig illusionistisch auf die Fläche gewürfelt, wie Fotos zeigen.
Sehr spielzeughaft wirkt auch die neue Modelleisenbahn im Nationalen Wissenschafts- und Technikmuseum in Kaohsiung, das nicht nur mit seinem coolen Äußeren glänzt.
Aber noch zeigen sich hier die Leistungen im taiwanischen Eisenbahnmodellbau in einer anderen Klasse im Vergleich zu dem Niveau, das mittlerweile in Deutschland erreicht wurde.
Kommerzielle Modellbahnanlage in Oberstaufen mit Motiven von der Mosel, wie der Brücke bei Bullay.
Darüber hinaus zeigen die jährlichen Messen und Ausstellungen in Köln im November und Dortmund im April wirklich Atemberaubendes an Umsetzung der eigenen Träume, Ausarbeitungsqualität, Vorbild- und Detailverliebtheit.
Westdeutsche Kelleranlage in den frühen 1970er Jahren.
Auch in Deutschland hat alles klein angefangen. Selbst die großen Schauanlagen waren zu der Zeit weit von heutiger Realitätssucht entfernt. Beim asiatischen Drang zum Perfektionismus freut sich Luo You schon heute auf das, was taiwanische Modellbauer in der Zukunft abliefern werden.
Die ersten Missionsstationen für das Hobby „Modelleisenbahn“ sind in Taiwan bereits entstanden. Während auswärtige Religionsgemeinschaften bevorzugt in den abgelegenen Gebieten der Ureinwohner und dort in Großstädten missionieren, wo sie zugängliche Menschen erreichen können, finden sich die sendungsbewußten Zentren für die Modelleisenbahn in herausragenden Museen. Hier werden mit zeitgemäßer Darstellung und modernster medialer Präsentation Schulklassen, Reisegruppen, Familien und Kinder angesprochen.
Der Anfang ist gemacht: Ausstellungsobjekt mit Modelleisenbahn in Taiwans Erdbebenmuseum in Wufeng (霧峰). Wer auf den Boden springt und die Erde erschüttert, schaltet das Atomkraftwerk ab, den Strom aus und stoppt den Zug. Ob das AKW nach Fukushima noch in der Modelllandschaft steht?
Auf der anderen Seite von Taiwan: In der Ausstellunghalle am Endbahnhof der Waldeisenbahn in Luodong zeigt sich der kurvige und sogar fahrtüchtige Nachbau der Strecke, wie auch hier zu sehen ist.
Leider verpasst: Die Austellung im Geschichtsmuseum von Kaohsiung zur Hafenbahn unter dem Titel „Tracks Through Time - Kaohsiung Harbor Railway Modeling Exhibition“, die vom 7. Mai bis zum 25. September 2011 stattfand.
Groß war das Modell, aber die Stadtlandschaft war doch sehr schematisch, oberflächlich und wenig illusionistisch auf die Fläche gewürfelt, wie Fotos zeigen.
Sehr spielzeughaft wirkt auch die neue Modelleisenbahn im Nationalen Wissenschafts- und Technikmuseum in Kaohsiung, das nicht nur mit seinem coolen Äußeren glänzt.
Aber noch zeigen sich hier die Leistungen im taiwanischen Eisenbahnmodellbau in einer anderen Klasse im Vergleich zu dem Niveau, das mittlerweile in Deutschland erreicht wurde.
Kommerzielle Modellbahnanlage in Oberstaufen mit Motiven von der Mosel, wie der Brücke bei Bullay.
Darüber hinaus zeigen die jährlichen Messen und Ausstellungen in Köln im November und Dortmund im April wirklich Atemberaubendes an Umsetzung der eigenen Träume, Ausarbeitungsqualität, Vorbild- und Detailverliebtheit.
Westdeutsche Kelleranlage in den frühen 1970er Jahren.
Auch in Deutschland hat alles klein angefangen. Selbst die großen Schauanlagen waren zu der Zeit weit von heutiger Realitätssucht entfernt. Beim asiatischen Drang zum Perfektionismus freut sich Luo You schon heute auf das, was taiwanische Modellbauer in der Zukunft abliefern werden.
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