Keine wirklich guten Nachrichten
Für nur 48.000 chinesische Renminbi (5.608,44 Euro nach heutigem Kurs) nach Taiwan auswandern? Mit einem Geschäftsvisum und danach einer ständigen Aufenthaltsgenehmigung beim Immobilienkauf? In den Genuß einer guten Krankenversicherung und medizinischen Versorgung kommen? Keine Geburtenkontrolle und 12 Jahre Schulbildung auf Staatskosten? Familienzusammenführung auf Taiwan? Die Chance, dass alle Familienangehörigen ein Geschäft gründen können? In Taiwan geborene Kinder die Staatsangehörigkeit der Republik China erhalten?
Die Volksrepublik China muss schlimm sein, dass so für eine Auswanderung nach Taiwan geworben wird, über die Fu Ludigel in seinem Blog schrieb.
Und was machen die Taiwaner? Nicht nur der beliebte Blogger und eine meiner Nichten protestieren, sondern auch zigtausende andere Menschen gingen gegen die Annäherung an die Volksrepublik China in Taipei auf die Straße.
Aber es gibt auch bessere Nachrichten vom heutigen Tage. Nach Auffassung des internationalen Gerichtshofs in Den Haag muss Japan die Jagd auf die Wale in der Antarktis beenden.
Vor dem Aquarium von Hengchun zeigen sich beeindruckend die mächtigen Meeressäuger als sprudelnd-spritzende Skulpturen.
Dabei trägt Taiwan durchaus eine Mitschuld am früheren Abschlachten der Wale, sei es durch die Nachfrage für die Küche im Land, wie auch durch Fangpiraterie und eigene Jagd. So sah der Autor vor einigen Jahren in einem Restaurant, das so heute nicht mehr besteht, nahe einem kleinen Fischerhafen bei Kending ein historisches Foto von der Anlandung eines großen Wals, von dem auch die Wirtin berichten konnte.
Die Entwicklung der Wale, so wie sie im Meeresaquarium illustriert wird, und ihre Gefährdung erinnert stark an Loriots wilden Waldmops dessen einstmals mächtige Schaufeln zurückgezüchtet wurden, da ein Zwölfender sich kaum zum Schosshund für ältere Damen eignet.
In Kombination mit dem, was das Besucherzentrum des Nationalparks Kending ausgestopft präsentierte, wird klar: Die Wale stammen vom taiwanischen Reh ab.
Bleibt für die Wale zu hoffen, dass sie weder zurückgezüchtet werden noch ihnen durch andere profitorientierte Walfängernationen an Stelle der Japaner der Garaus gemacht wird. Zudem stellt sich die Frage, wo es jetzt mit der japanischen Jagd weiter geht, wenn diese in der Antarktis beendet wird. Also, wirklich gut scheint diese Nachricht dann doch nicht zu sein.
Montag, 31. März 2014
Sonntag, 30. März 2014
Sonnenblumen in Bewegung
330 nach 228?
Den Sonnenblumen auf der schönen Insel, auf portugiesisch „ilha formosa“, im Pazifik gelegen, geht es bisher einigermaßen gut. Diese hier posten für das Foto in Chiatou im Dezember 2009.
Nach Normen und Regeln von ausreichender Rechtsstaatlichkeit können die Bauern die hübschen Blumen säen und ernten. Ohne einigermaßen gerechtes Verfahren und eine angemessene Entschädigung wird ihnen nicht der Boden zum Wachsen entzogen. Fast alle Menschen in ihrer Umgebung haben die Chance auskömmlich am Wirtschaftsleben teilzunehmen und ihre eigene Persönlichkeit frei zu entwickeln. Die Bürgerinnen und Bürger werden sogar alle paar Jahre gefragt, ob sie ihre Regierung behalten wollen oder lieber eine andere wählen. Wenn ihnen irgendetwas nicht passt und sie ihre Meinung sagen, verschwinden sie auch nicht mehr im Knast oder auf einer abgelegenen Gefangeneninsel wie dies vor vielen Jahren noch der Fall war.
Glückliche Hello-Kitty-Insel – Was stört uns der Rest der Welt?
Es könnte immer so weiter gehen, wenn es nicht einen Nachbarn gäbe, der glaubt, dass er das Recht hat, ungefragt über die schöne Insel zu regieren. Zudem hat das mehr auf Gier und weniger auf Teilen basierende Wirtschaftssystem im Zeitalter der Globalisierung die Inselbevölkerung ziemlich unter Druck gesetzt. Wenige profitieren davon, aber viele fragen sich, wie die zunehmende Konzentration von Kapital und wirtschaftlicher Macht enden soll. Während in früheren Jahrzehnten Taiwan sich durch die Anstrengungen und Entbehrungen sowie seinen Geschäftssinn und den mächtigen Freund USA jenseits des Pazifiks zur Wohlstandsgesellschaft heraufgearbeitet hatte, bringen die veränderten politischen und wirtschaftlichen Vorzeichen für die Zukunft große Risiken mit sich.
Der Schönheit am Strand nachzuschauen, ist der angenehmere Zeitvertreib als sich über die Motivation der Studenten in Taipei und die politischen Auswirkungen ihrer Aktionen nachzudenken.
Was der Reisende Anfang des Jahres ahnen und fühlen konnte, kam jetzt zum Ausbruch. Junge Menschen in Taiwan sind nicht immer so „Gaga“ und „Soft“, wie sie von den Medien gemacht werden sollen und wie sich sich vielleicht manchmal auch geben. Sie machen sich ernsthaft Gedanken über ihre Zukunft und auch die Entwicklung der demokratischen Gesellschaft auf Taiwan.
Dass Ma Ying Jeou versucht hat, die wirtschaftliche Entwicklung Taiwans durch eine größere Öffnung und einen stärkeren Opportunismus gegenüber China voran zu bringen, ist durchaus nachvollziehbar. Sie wird aber ihren politischen Preis haben. Dem internationalen Dogma einer ökonomischen Liberalisierung folgend ist dabei auch zu erwarten, dass nur wenige Große davon profitieren. Die Masse der Taiwaner wird voraussichtlich noch stärker unter Druck geraten, wenn es mehr Wettbewerb im Dienstleistungsbereich durch das „Cross-Strait Agreement on Trade in Services“ geben wird.
So steckt Taiwan gegenüber seinem Nachbarn Volksrepublik China in einer unangenehmen Zwickmühle zwischen der vermeintlichen Sicherung des wirtschaftlichen Wohlstands einerseits und andererseits der politischen Freiheiten.
Selbstverwaltung und Freiheit waren in Taiwan in vielen Jahrhunderten eine Utopie. Die Ureinwohner hatte es am schwersten getroffen. Seit der niederländischen Kolonisation im 17. Jahrhundert und der zunehmenden Besiedlung der Insel mit Han-Chinesen vom Festland befand sich ihre Kultur auf dem Rückzug. Nach der Übernahme der Insel 1895 durch die Japan ging ihre Autonomie vollständig verloren.
Als besonderer Stressfaktor kommt die wahrnehmbare Inaktivität des Westens bei der Einverleibung der Krim durch Russland während einer innenpolitisch schwierigen Situation hinzu. Entgegen völkerrechtlicher Verträge hat Russland gehandelt. Trotz Zusicherung hat die Ukraine keinen Beistand zum Erhalt ihrer territorialen Integrität bekommen. Um wieviel mehr ist das außenpolitisch isolierte Taiwan gefährdet: mehr als 23 Millionen Chinesen warten dort auf die Wiedervereinigung aus der Sichtweise der Volksrepublik. Dieses undemokratische Regime nutzt stets die Schwächen seiner Nachbarn aus, um seinen Machtbereich zu erweitern, wie dies beispielsweise bei den Spratly-Inseln geschehen ist.
Kanonen am Fort Zeelandia in Taiwan – Militärische Stärke ist immer noch ein probates Mittel der Politik wie zu den Zeiten der Holländer auf Taiwan ab 1642. Mit genügend Nachschub für den niederländischen Gouverneur Coyett im Jahr 1662 wäre Taiwan heute so unabhängig wie Indonesien oder Sri Lanka.
Scheinbar fällt es dem Westen überhaupt schwer zu verstehen, was in Taiwan abläuft, wenn selbst unter dem renommierten Titel der „ZEIT“ solch ein Artikel erscheint, der mehrfach von Kommentatoren korrigiert werden muss.
Am 28. Februar 1947 und in den darauffolgenden Tagen kämpften Taiwaner während des sogenannten „228 Zwischenfalls“ gegen eine repressive und korrupte Regierung. Nach diesem Aufstand ist der 228-Park in Taipei benannt. Für den Eisenbahn-Aficionado ist der Park deshalb so interessant weil hier zwei Museumsloks in einem Glaspavillion aufgestellt sind. Eine davon ist die erste Lokomotive Taiwans, die „Teng Yung“, gebaut bei der Firma Hohenzollern in Düsseldorf 1887.
Sicherlich ist die heutige Situation mit der vom 28.2.1947 überhaupt nicht zu vergleichen. Heute geht es um einen politischen Richtungsstreit, der durchaus noch eskalieren kann. Taiwan steht unter Stress. Aber ein „330“ als neues „228“ wird daraus nicht entstehen. Dafür sind die Ausgangsbedingungen ganz andere: Ma Ying Jeou ist zwar unpopulär, aber von der Mehrheit der Bevölkerung fair gewählt und es gibt eine funktionierende Opposition.
Wer der hohen Politik seine Meinung sagen will, kann mit den taiwanischen Student für die Rettung der Demokratie in Frankfurt heute Mittag demonstrieren. Gestern habe ich leider die Chance verpasst mein „Free Taiwan“-Schild Xi Jinping bei seiner Fahrt durch Düsseldorf vor die Nase zu halten. Der Schlüssel zur Lösung der politischen und wirtschaftlichen Fragen Taiwans liegt nun einmal in China. Demnächst kann dann vor dem neuen chinesischen Konsulat in Düsseldorf protestiert werden, das Anlass des Besuchs von Xi in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt war.
Es bleibt zu hoffen, dass so bald kein Taifun über die formose Insel ziehen wird und die hübschen Sonnenblumen einknicken lässt.
Den Sonnenblumen auf der schönen Insel, auf portugiesisch „ilha formosa“, im Pazifik gelegen, geht es bisher einigermaßen gut. Diese hier posten für das Foto in Chiatou im Dezember 2009.
Nach Normen und Regeln von ausreichender Rechtsstaatlichkeit können die Bauern die hübschen Blumen säen und ernten. Ohne einigermaßen gerechtes Verfahren und eine angemessene Entschädigung wird ihnen nicht der Boden zum Wachsen entzogen. Fast alle Menschen in ihrer Umgebung haben die Chance auskömmlich am Wirtschaftsleben teilzunehmen und ihre eigene Persönlichkeit frei zu entwickeln. Die Bürgerinnen und Bürger werden sogar alle paar Jahre gefragt, ob sie ihre Regierung behalten wollen oder lieber eine andere wählen. Wenn ihnen irgendetwas nicht passt und sie ihre Meinung sagen, verschwinden sie auch nicht mehr im Knast oder auf einer abgelegenen Gefangeneninsel wie dies vor vielen Jahren noch der Fall war.
Glückliche Hello-Kitty-Insel – Was stört uns der Rest der Welt?
Es könnte immer so weiter gehen, wenn es nicht einen Nachbarn gäbe, der glaubt, dass er das Recht hat, ungefragt über die schöne Insel zu regieren. Zudem hat das mehr auf Gier und weniger auf Teilen basierende Wirtschaftssystem im Zeitalter der Globalisierung die Inselbevölkerung ziemlich unter Druck gesetzt. Wenige profitieren davon, aber viele fragen sich, wie die zunehmende Konzentration von Kapital und wirtschaftlicher Macht enden soll. Während in früheren Jahrzehnten Taiwan sich durch die Anstrengungen und Entbehrungen sowie seinen Geschäftssinn und den mächtigen Freund USA jenseits des Pazifiks zur Wohlstandsgesellschaft heraufgearbeitet hatte, bringen die veränderten politischen und wirtschaftlichen Vorzeichen für die Zukunft große Risiken mit sich.
Der Schönheit am Strand nachzuschauen, ist der angenehmere Zeitvertreib als sich über die Motivation der Studenten in Taipei und die politischen Auswirkungen ihrer Aktionen nachzudenken.
Was der Reisende Anfang des Jahres ahnen und fühlen konnte, kam jetzt zum Ausbruch. Junge Menschen in Taiwan sind nicht immer so „Gaga“ und „Soft“, wie sie von den Medien gemacht werden sollen und wie sich sich vielleicht manchmal auch geben. Sie machen sich ernsthaft Gedanken über ihre Zukunft und auch die Entwicklung der demokratischen Gesellschaft auf Taiwan.
Dass Ma Ying Jeou versucht hat, die wirtschaftliche Entwicklung Taiwans durch eine größere Öffnung und einen stärkeren Opportunismus gegenüber China voran zu bringen, ist durchaus nachvollziehbar. Sie wird aber ihren politischen Preis haben. Dem internationalen Dogma einer ökonomischen Liberalisierung folgend ist dabei auch zu erwarten, dass nur wenige Große davon profitieren. Die Masse der Taiwaner wird voraussichtlich noch stärker unter Druck geraten, wenn es mehr Wettbewerb im Dienstleistungsbereich durch das „Cross-Strait Agreement on Trade in Services“ geben wird.
So steckt Taiwan gegenüber seinem Nachbarn Volksrepublik China in einer unangenehmen Zwickmühle zwischen der vermeintlichen Sicherung des wirtschaftlichen Wohlstands einerseits und andererseits der politischen Freiheiten.
Selbstverwaltung und Freiheit waren in Taiwan in vielen Jahrhunderten eine Utopie. Die Ureinwohner hatte es am schwersten getroffen. Seit der niederländischen Kolonisation im 17. Jahrhundert und der zunehmenden Besiedlung der Insel mit Han-Chinesen vom Festland befand sich ihre Kultur auf dem Rückzug. Nach der Übernahme der Insel 1895 durch die Japan ging ihre Autonomie vollständig verloren.
Als besonderer Stressfaktor kommt die wahrnehmbare Inaktivität des Westens bei der Einverleibung der Krim durch Russland während einer innenpolitisch schwierigen Situation hinzu. Entgegen völkerrechtlicher Verträge hat Russland gehandelt. Trotz Zusicherung hat die Ukraine keinen Beistand zum Erhalt ihrer territorialen Integrität bekommen. Um wieviel mehr ist das außenpolitisch isolierte Taiwan gefährdet: mehr als 23 Millionen Chinesen warten dort auf die Wiedervereinigung aus der Sichtweise der Volksrepublik. Dieses undemokratische Regime nutzt stets die Schwächen seiner Nachbarn aus, um seinen Machtbereich zu erweitern, wie dies beispielsweise bei den Spratly-Inseln geschehen ist.
Kanonen am Fort Zeelandia in Taiwan – Militärische Stärke ist immer noch ein probates Mittel der Politik wie zu den Zeiten der Holländer auf Taiwan ab 1642. Mit genügend Nachschub für den niederländischen Gouverneur Coyett im Jahr 1662 wäre Taiwan heute so unabhängig wie Indonesien oder Sri Lanka.
Scheinbar fällt es dem Westen überhaupt schwer zu verstehen, was in Taiwan abläuft, wenn selbst unter dem renommierten Titel der „ZEIT“ solch ein Artikel erscheint, der mehrfach von Kommentatoren korrigiert werden muss.
Am 28. Februar 1947 und in den darauffolgenden Tagen kämpften Taiwaner während des sogenannten „228 Zwischenfalls“ gegen eine repressive und korrupte Regierung. Nach diesem Aufstand ist der 228-Park in Taipei benannt. Für den Eisenbahn-Aficionado ist der Park deshalb so interessant weil hier zwei Museumsloks in einem Glaspavillion aufgestellt sind. Eine davon ist die erste Lokomotive Taiwans, die „Teng Yung“, gebaut bei der Firma Hohenzollern in Düsseldorf 1887.
Sicherlich ist die heutige Situation mit der vom 28.2.1947 überhaupt nicht zu vergleichen. Heute geht es um einen politischen Richtungsstreit, der durchaus noch eskalieren kann. Taiwan steht unter Stress. Aber ein „330“ als neues „228“ wird daraus nicht entstehen. Dafür sind die Ausgangsbedingungen ganz andere: Ma Ying Jeou ist zwar unpopulär, aber von der Mehrheit der Bevölkerung fair gewählt und es gibt eine funktionierende Opposition.
Wer der hohen Politik seine Meinung sagen will, kann mit den taiwanischen Student für die Rettung der Demokratie in Frankfurt heute Mittag demonstrieren. Gestern habe ich leider die Chance verpasst mein „Free Taiwan“-Schild Xi Jinping bei seiner Fahrt durch Düsseldorf vor die Nase zu halten. Der Schlüssel zur Lösung der politischen und wirtschaftlichen Fragen Taiwans liegt nun einmal in China. Demnächst kann dann vor dem neuen chinesischen Konsulat in Düsseldorf protestiert werden, das Anlass des Besuchs von Xi in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt war.
Es bleibt zu hoffen, dass so bald kein Taifun über die formose Insel ziehen wird und die hübschen Sonnenblumen einknicken lässt.
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Taiwan 2013 / 2014
Freitag, 28. Februar 2014
Pandaesser
Warum denken Taiwaner immerzu an Nahrungsaufnahme?
Oder „Lí chia̍h pá bōe (你食飽未)?“
Tuan-Tuan und Yuan-Yuan heißen die beiden Pandas im Zoo von Taipei; Tuán Yuán (團圓) bedeutet Wiedervereinigung. Damit ist die politische Botschaft klar, die mit der Überlassung der zwei Tiere aus der Volksrepublik China nach Taiwan im Dezember 2008 verbunden war. Im Gegenzug gingen ein paar endimische Rehe und Wildziegen von Taiwan auf das Festland.
Um das Glück zu komplettieren, bekamen die beiden Pandas in Taipei am 6. Juli 2013 Nachwuchs. Das Leben der neugeborenen Bärin Yuán Zǎi (圓仔) kann auf der Seite des Zoo Taipei auf youtube detailliert verfolgt werden. Am 6. Janjuar 2014 hatte Yuan Zai dann ihren ersten öffentlichen Auftritt im Pandahaus des Zoos.
So begleitete nicht nur die gelbe Ente medial denjenigen, der vor einigen Wochen in Taiwan war. Auch dem Thema „Panda“ wurden viele Sendeminuten im Fernsehen und Seiten von Spalten in den Zeitungen gewidmet.
Und an was denken dabei Taiwaner? Fast schon natürlich wird umgehend eine Verbindung zum Essen hergestellt. Noch bevor Yuán Zǎi auftrat, konnte sich der Leser der China Times im Dezember 2013 die junge Pandabärin schon kleingemacht und gut durch im Dampfkorb aus Bambus vorstellen.
So ist das im chinesischen, ja im menschlichen Kulturkreis: Da ersticken die Leute in den Metropolen Chinas an Abgasen, die Lebensräume wildlebender Tiere werden täglich zerteilt, umgenutzt und vernichtet, und dazu sagen viele nur, wie niedlich das künstlich erzeugte und eingesperrte Pandababy im Zoo ist. Lasst die Viecher frei! Stoppt die Umweltzerstörung und schützt ihre Gebiete!
Mehr Pandas, mehr Essen – Kindersitze im Speisessaal von Lao Wu, gesehen im März 2013.
Oder „Lí chia̍h pá bōe (你食飽未)?“
Tuan-Tuan und Yuan-Yuan heißen die beiden Pandas im Zoo von Taipei; Tuán Yuán (團圓) bedeutet Wiedervereinigung. Damit ist die politische Botschaft klar, die mit der Überlassung der zwei Tiere aus der Volksrepublik China nach Taiwan im Dezember 2008 verbunden war. Im Gegenzug gingen ein paar endimische Rehe und Wildziegen von Taiwan auf das Festland.
Um das Glück zu komplettieren, bekamen die beiden Pandas in Taipei am 6. Juli 2013 Nachwuchs. Das Leben der neugeborenen Bärin Yuán Zǎi (圓仔) kann auf der Seite des Zoo Taipei auf youtube detailliert verfolgt werden. Am 6. Janjuar 2014 hatte Yuan Zai dann ihren ersten öffentlichen Auftritt im Pandahaus des Zoos.
So begleitete nicht nur die gelbe Ente medial denjenigen, der vor einigen Wochen in Taiwan war. Auch dem Thema „Panda“ wurden viele Sendeminuten im Fernsehen und Seiten von Spalten in den Zeitungen gewidmet.
Und an was denken dabei Taiwaner? Fast schon natürlich wird umgehend eine Verbindung zum Essen hergestellt. Noch bevor Yuán Zǎi auftrat, konnte sich der Leser der China Times im Dezember 2013 die junge Pandabärin schon kleingemacht und gut durch im Dampfkorb aus Bambus vorstellen.
So ist das im chinesischen, ja im menschlichen Kulturkreis: Da ersticken die Leute in den Metropolen Chinas an Abgasen, die Lebensräume wildlebender Tiere werden täglich zerteilt, umgenutzt und vernichtet, und dazu sagen viele nur, wie niedlich das künstlich erzeugte und eingesperrte Pandababy im Zoo ist. Lasst die Viecher frei! Stoppt die Umweltzerstörung und schützt ihre Gebiete!
Mehr Pandas, mehr Essen – Kindersitze im Speisessaal von Lao Wu, gesehen im März 2013.
Montag, 17. Februar 2014
Was macht eigentlich der Babbeltee?
Der Perlenmilchtee im Jahr 2014
Im Mai und folgenden Sommer 2012 war auf deutschem Boden der Perlenmilchtee(珍珠奶茶 / Zhēn Zhū Nǎi Chá) fast in aller Munde. Das auch Babbeltee oder „Bubble Tea“ genannte Getränk taiwanischer Herkunft bewegte nicht nur Franchisenehmer und Fast-Food-Restaurants, sondern auch wissenschaftliche Institute und Verbraucherschützer. Teestationen in Läden und bei Mc Donalds öffneten in dem Maße wie die Pilze aus dem Boden schießen.
In einem Einkaufzentrum irgendwo in Westdeutschland zur Vorweihnachtszeit 2012 – Die sommerliche Nachfrage und Neugier auf das poppige Erfrischungsgetränk, das passend zum zeitgleichen Gangnam Style etwa von MCD beworben wurde, schien mit der kühleren Jahreszeit in Deutschland merklich abgeflaut zu sein.
Mit dem deutschen Winter schienen die taiwanischen Investoren nicht gerechnet zu haben, denn die Angebotspalette in den Teeläden blieb beschränkt. Das erinnert an die Standardfrage von Taiwanern, die in der Zeit von November bis März nach Deutschland fliegen, welche Kleidung sie mitbringen sollen. Die richtige Antwort lautet dann: „Kauf dir was passendes in Deutschland.“
Und so gingen die Teeläden im Winter ein wie die Fliegen. Nur einige augenscheinliche Spätzünder und Top-Standorte der starken Gruppen, wie Bobo Q, blieben übrig.
Der Bobo Q in Düsseldorfs asiatischen Distrikt an der Immermannstraße 65c bot schon einmal „O-Cakes“, Räderkuchen, etwa mit den Füllungen „Rote Bohnen“ und „Cream“, so eine Art Vanillecreme, an. Auf dem Foto zeigt sich der Bobo Q-Stand mit seiner Spezialität beim Frühlingsfest der taiwanischen Gemeinschaft in Düsseldorf.
Vielleicht könnte sich so das Lokal wirklich zum Restaurant im Taiwan-Stil (台式餐廳 / Táishì cāntīng) entwickeln. Seit neuestem gibt es dort die „Kara Chicken Bars“. Leider ist offenbar der klassische Oolong-Tee, der für Taiwan sehr typisch ist, vom Menü verschwunden, was ich persönlich bedauere. Es ist zu vermuten, dass dies an der geringen Bekanntheit dieser halbfermentierten Teesorte in Deutschland liegt.
Das wird sicher noch ein evolutionärer Prozess sein, bis die taiwanische Gastronomie ein optimales Konzept für Deutschland entwickelt hat. Der Einstieg ist gemacht, selbst wenn nicht zu erwarten ist, dass der taiwanische O-Cake – im eigenen Jargon in Anspielung auf Süße und Dickwerden 噢-Q-胖 (Ō Kiū Pàng) genannt – ausgereifte, deutsche Kaffee- und Kuchengebräuche wandeln kann. Aber Taiwan hat mehr Trümpfe, die auch im deutschen Winter ansprechen können, wenn ich etwa an den Wolfsbeeren-Dattel-Tee (枸杞紅棗茶 Gǒuqǐ hóngzǎo chá) denke.
Immerhin ist es auch der italienischen Kultur seit den 1960er Jahren gelungen ausgehend von Urlaub, Sommerhits, wie „Azzuro“ oder „Vamos a la playa“, und Eiscreme mit den hinzugekommenen und populär gewordenen Kaffeespezialitäten sowie anderen Angeboten im Sommer wie im Winter ein fester Bestandteil im deutschen Alltag zu sein.
Auf den Philippinen haben sich bereits taiwanische Bistros mit einem runden ganzjährigen Angebot etabliert. Das sollte auch in Deutschland klappen. Wäre es eine Geschäftsidee sich noch etwas mehr auf die alternde deutsche Bevölkerung, gedanklich näher am Wellness-Gedanken und mit dickerer Geldbörse, auszurichten?
Ganz ohne Wellness-Gedanken schlürft Luo You seinen Babbeltee, während er auf die O-Kai-Sänger wartet und mit anderen Anwesenden plaudert.
Im Mai und folgenden Sommer 2012 war auf deutschem Boden der Perlenmilchtee(珍珠奶茶 / Zhēn Zhū Nǎi Chá) fast in aller Munde. Das auch Babbeltee oder „Bubble Tea“ genannte Getränk taiwanischer Herkunft bewegte nicht nur Franchisenehmer und Fast-Food-Restaurants, sondern auch wissenschaftliche Institute und Verbraucherschützer. Teestationen in Läden und bei Mc Donalds öffneten in dem Maße wie die Pilze aus dem Boden schießen.
In einem Einkaufzentrum irgendwo in Westdeutschland zur Vorweihnachtszeit 2012 – Die sommerliche Nachfrage und Neugier auf das poppige Erfrischungsgetränk, das passend zum zeitgleichen Gangnam Style etwa von MCD beworben wurde, schien mit der kühleren Jahreszeit in Deutschland merklich abgeflaut zu sein.
Mit dem deutschen Winter schienen die taiwanischen Investoren nicht gerechnet zu haben, denn die Angebotspalette in den Teeläden blieb beschränkt. Das erinnert an die Standardfrage von Taiwanern, die in der Zeit von November bis März nach Deutschland fliegen, welche Kleidung sie mitbringen sollen. Die richtige Antwort lautet dann: „Kauf dir was passendes in Deutschland.“
Und so gingen die Teeläden im Winter ein wie die Fliegen. Nur einige augenscheinliche Spätzünder und Top-Standorte der starken Gruppen, wie Bobo Q, blieben übrig.
Der Bobo Q in Düsseldorfs asiatischen Distrikt an der Immermannstraße 65c bot schon einmal „O-Cakes“, Räderkuchen, etwa mit den Füllungen „Rote Bohnen“ und „Cream“, so eine Art Vanillecreme, an. Auf dem Foto zeigt sich der Bobo Q-Stand mit seiner Spezialität beim Frühlingsfest der taiwanischen Gemeinschaft in Düsseldorf.
Vielleicht könnte sich so das Lokal wirklich zum Restaurant im Taiwan-Stil (台式餐廳 / Táishì cāntīng) entwickeln. Seit neuestem gibt es dort die „Kara Chicken Bars“. Leider ist offenbar der klassische Oolong-Tee, der für Taiwan sehr typisch ist, vom Menü verschwunden, was ich persönlich bedauere. Es ist zu vermuten, dass dies an der geringen Bekanntheit dieser halbfermentierten Teesorte in Deutschland liegt.
Das wird sicher noch ein evolutionärer Prozess sein, bis die taiwanische Gastronomie ein optimales Konzept für Deutschland entwickelt hat. Der Einstieg ist gemacht, selbst wenn nicht zu erwarten ist, dass der taiwanische O-Cake – im eigenen Jargon in Anspielung auf Süße und Dickwerden 噢-Q-胖 (Ō Kiū Pàng) genannt – ausgereifte, deutsche Kaffee- und Kuchengebräuche wandeln kann. Aber Taiwan hat mehr Trümpfe, die auch im deutschen Winter ansprechen können, wenn ich etwa an den Wolfsbeeren-Dattel-Tee (枸杞紅棗茶 Gǒuqǐ hóngzǎo chá) denke.
Immerhin ist es auch der italienischen Kultur seit den 1960er Jahren gelungen ausgehend von Urlaub, Sommerhits, wie „Azzuro“ oder „Vamos a la playa“, und Eiscreme mit den hinzugekommenen und populär gewordenen Kaffeespezialitäten sowie anderen Angeboten im Sommer wie im Winter ein fester Bestandteil im deutschen Alltag zu sein.
Auf den Philippinen haben sich bereits taiwanische Bistros mit einem runden ganzjährigen Angebot etabliert. Das sollte auch in Deutschland klappen. Wäre es eine Geschäftsidee sich noch etwas mehr auf die alternde deutsche Bevölkerung, gedanklich näher am Wellness-Gedanken und mit dickerer Geldbörse, auszurichten?
Ganz ohne Wellness-Gedanken schlürft Luo You seinen Babbeltee, während er auf die O-Kai-Sänger wartet und mit anderen Anwesenden plaudert.
Mittwoch, 12. Februar 2014
Haut ab von meiner Insel!
Spaziergang in Eluanbi und Frühlingsfest in Düsseldorf
„Haut ab von meiner Insel“, murmelte die beste Ehefrau von allen angesichts der Plakate, Aktivisten, Lautsprecherpropaganda, der von volksrepublikanischen Reiseführen angeführten und regimetreuen Aufpassern begleiteten Gruppen, die wir an den schönsten Orten von Südtaiwan trafen.
Neben dem einen und anderen Máo Fěi (毛匪), der sich anschaut, was untrennbarer Bestandteil Chinas sein soll und auf den Anspruch erhoben wird, trafen wir in Éluánbí (鵝鑾鼻), dem Kap an der Südspitze Taiwans, auch auf Demonstranten der religiösen Meditationsbewegung Falun Gong , welche die Absicht haben, passierende Festlandschinesen zu verunsichern.
Welche Denkweisen dort aneinander vorbei gehen, lässt sich anhand der Kommentare, die teilweise in einem wenig deutsch klingenden Deutsch verfasst sind, unter der Spiegel-Artikel über die jüngsten Regierungsgespräche zwischen der Republik China und der Volksrepublik China erahnen. Da haben einige volksrepublikanische Studenten bestimmt wieder viel Zeit zwischen den Vorlesungen gehabt.
Wenn ich auch keine Parallelen zur NS-Zeit in Taiwan sehe, kann ich doch dem einen oder anderen Kommentar gut folgen, die Gedanken meiner letzten Artikel in diesem Blog aufgreifen.
Verfolgung und Greueltaten in der Volksrepublik China werden den Besuchern des Parks von Éluánbí (鵝鑾鼻) vor die Nase gehalten. Die freie Meinungsäußerung ist in Taiwan fast uneingeschränkt möglich. Unpassend wirkt der Ort, Andersdenkende und Unwissende auf Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Das dies nicht allen Taiwanern gefällt, die hierhin kommen, um den Natur und Freizeitraum zu genießen und zu entspannen, ist durchaus nachvollziehbar.
Was ist zu tun? Wenn die Mächtigen und Reichen auf beiden Seiten der Taiwan Straße aus Gier die Annäherung wollen, wird es für die Menschen schwierig. Die Regierung und Eigentümer der Medien bestimmen, wie und mit welchen Inhalten die Massen berieselt werden. Eine politische Bildung findet nur insoweit statt, wie sie mit den staatlichen und ökonomischen Zielen konform ist. Auch ein Fernsehsender, wie der BBC, ist deshalb absolut systemkonform.
Fujian und Taiwan - Politisch korrekte Kartendarstellung aller Leuchttürme im Wärterhaus des Leuchtturm von Éluánbí (鵝鑾鼻). Keine Republik, keine Volksrepublik, kein China, nur die Namen der Provinzen werden genannt. Die Landmassen sind farblich gleich angelegt. So werden mögliche Verunsicherungen vermieden.
Ein Wandel kann meines Erachtens nur durch andere Wahlergebnisse, einer Unterstützung von Opposition und Bürgerrechtsbewegungen hervorgerufen werden. So bleibt zu hoffen, dass die demokratische Fortschrittspartei DPP bei der nächsten Wahl die Regierung ablösen kann, um diese unselige Entwicklung zu stoppen. Wie ich das sehe, können wir als Ausländer dies nur durch private Gespräche mit vielen Menschen und Internetaktivitäten unterstützen.
Gelegenheit zum Dialog mit Taiwanern – Die Taiwanvereine in Westdeutschland und der Rat für Angelegenheiten der Überseegemeinschaft OCAC haben zum chinesischen Neujahrsfest am 9. Februar 2014 in Düsseldorf eingeladen. Besondere Gäste waren die O-kai Sänger (歐開合唱團), die A-Capella die jazzig Melodien der Ureinwohner Taiwans und bekannte englisch- und chinesischsprachige Stücke interpretierten und kombinierten. Die gelungene und runde Darbietung auf der Bühne gefiel sogar Luo You, der ansonsten instrumental und jazz-frei bevorzugt.
P. S. Es macht durchaus Sinn gegenüber den Taiwaner für die Einführung einer Demokratie nach Schweizer Vorbild zu werben. Vielleicht gibt es danach einen erfolgreichen Volksentscheidung, um die asiatische Urlaubsmigration radikal zu begrenzen und eine angenehme Zugänglichkeit von Orten wie Alishan für den Familienbesucher aus Europa wieder herzustellen.
„Haut ab von meiner Insel“, murmelte die beste Ehefrau von allen angesichts der Plakate, Aktivisten, Lautsprecherpropaganda, der von volksrepublikanischen Reiseführen angeführten und regimetreuen Aufpassern begleiteten Gruppen, die wir an den schönsten Orten von Südtaiwan trafen.
Neben dem einen und anderen Máo Fěi (毛匪), der sich anschaut, was untrennbarer Bestandteil Chinas sein soll und auf den Anspruch erhoben wird, trafen wir in Éluánbí (鵝鑾鼻), dem Kap an der Südspitze Taiwans, auch auf Demonstranten der religiösen Meditationsbewegung Falun Gong , welche die Absicht haben, passierende Festlandschinesen zu verunsichern.
Welche Denkweisen dort aneinander vorbei gehen, lässt sich anhand der Kommentare, die teilweise in einem wenig deutsch klingenden Deutsch verfasst sind, unter der Spiegel-Artikel über die jüngsten Regierungsgespräche zwischen der Republik China und der Volksrepublik China erahnen. Da haben einige volksrepublikanische Studenten bestimmt wieder viel Zeit zwischen den Vorlesungen gehabt.
Wenn ich auch keine Parallelen zur NS-Zeit in Taiwan sehe, kann ich doch dem einen oder anderen Kommentar gut folgen, die Gedanken meiner letzten Artikel in diesem Blog aufgreifen.
Verfolgung und Greueltaten in der Volksrepublik China werden den Besuchern des Parks von Éluánbí (鵝鑾鼻) vor die Nase gehalten. Die freie Meinungsäußerung ist in Taiwan fast uneingeschränkt möglich. Unpassend wirkt der Ort, Andersdenkende und Unwissende auf Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Das dies nicht allen Taiwanern gefällt, die hierhin kommen, um den Natur und Freizeitraum zu genießen und zu entspannen, ist durchaus nachvollziehbar.
Was ist zu tun? Wenn die Mächtigen und Reichen auf beiden Seiten der Taiwan Straße aus Gier die Annäherung wollen, wird es für die Menschen schwierig. Die Regierung und Eigentümer der Medien bestimmen, wie und mit welchen Inhalten die Massen berieselt werden. Eine politische Bildung findet nur insoweit statt, wie sie mit den staatlichen und ökonomischen Zielen konform ist. Auch ein Fernsehsender, wie der BBC, ist deshalb absolut systemkonform.
Fujian und Taiwan - Politisch korrekte Kartendarstellung aller Leuchttürme im Wärterhaus des Leuchtturm von Éluánbí (鵝鑾鼻). Keine Republik, keine Volksrepublik, kein China, nur die Namen der Provinzen werden genannt. Die Landmassen sind farblich gleich angelegt. So werden mögliche Verunsicherungen vermieden.
Ein Wandel kann meines Erachtens nur durch andere Wahlergebnisse, einer Unterstützung von Opposition und Bürgerrechtsbewegungen hervorgerufen werden. So bleibt zu hoffen, dass die demokratische Fortschrittspartei DPP bei der nächsten Wahl die Regierung ablösen kann, um diese unselige Entwicklung zu stoppen. Wie ich das sehe, können wir als Ausländer dies nur durch private Gespräche mit vielen Menschen und Internetaktivitäten unterstützen.
Gelegenheit zum Dialog mit Taiwanern – Die Taiwanvereine in Westdeutschland und der Rat für Angelegenheiten der Überseegemeinschaft OCAC haben zum chinesischen Neujahrsfest am 9. Februar 2014 in Düsseldorf eingeladen. Besondere Gäste waren die O-kai Sänger (歐開合唱團), die A-Capella die jazzig Melodien der Ureinwohner Taiwans und bekannte englisch- und chinesischsprachige Stücke interpretierten und kombinierten. Die gelungene und runde Darbietung auf der Bühne gefiel sogar Luo You, der ansonsten instrumental und jazz-frei bevorzugt.
P. S. Es macht durchaus Sinn gegenüber den Taiwaner für die Einführung einer Demokratie nach Schweizer Vorbild zu werben. Vielleicht gibt es danach einen erfolgreichen Volksentscheidung, um die asiatische Urlaubsmigration radikal zu begrenzen und eine angenehme Zugänglichkeit von Orten wie Alishan für den Familienbesucher aus Europa wieder herzustellen.
Sonntag, 2. Februar 2014
Die neuen Bürgersteige
Gedanken zum öffentlichen Raum
Nach all dem Besorgniserregenden zur Entwicklung des politischen Systems in Taiwan und seiner freiheitlichen Gesellschaft, gibt es auch Positives vom letzten Aufenthalt zu vermelden. Erkennbar bemüht sich die Verwaltung in Taiwan systematisch, eine ökologischere und für die Menschen kostengünstigere Mobilität zu ermöglichen und alle daran teilhaben zu lassen. Dazu zählen auch diejenigen, die keinen Führerschein haben oder bekommen können, beziehungsweise für die der Kraftfahrzeugbesitz und die Treibstoffkosten eine finanziell nicht zu nehmende Hürde darstellen.
Überall entstehen neue Bürgersteige, angefangen von den geschäftigeren und dichter bebauten Stadtgebieten, und die Infrastruktur für den Fahrradverkehr wird ausgebaut. Dies ist sehr erfreulich. In Kaohsiung schafft dies zusammen mit den erst vor wenigen Jahren eingerichten Metrolinien ein völlig neues Erleben der Stadt.
Hauptstraße in einem Vorort von Kaohsiung – Die geschlossene Asphaltdecke zwischen den Häuserzeilen ist für zwei Fahrspuren und einen Seitenstreifen je Richtung abmarkiert. Parkende Lieferwagen, Autos und Motorroller sowie Werbeaufsteller der benachbarten Läden und Geschäfte blockieren in der Regel den Weg der Fußgänger. Angesichts der Verkehrsdichte ist das dann erforderliche Ausweichen auf die Fahrspuren durchaus mit einem Gefühl verknüpft, sich in eine Gefahrensituation zu begeben.
Bereits für kurze Wege wird der Motorroller, der Scooter, benutzt, weil dies einfach bequemer ist und ein subjektives Gefühl von Sicherheit, vielleicht durch das höhere Fluchtpotenzial des Vehikels, schafft. Um den Verbrauch des teuer importierten Kraftstoffs zu reduzieren, die Luftqualität zu erhöhen und damit auch Krankheitskosten sowie die Unfallschäden im volkswirtschaftlichen Maßstab zu senken, bietet es sich an, die Voraussetzungen zu verbessern, um mehr Wege zu Fuß zu erledigen.
Dazu zählt die Einrichtung eines sicheren Raumes für Fußgänger und der Bau von abgesetzten Bürgersteigen. Wo dies in Taiwan geschieht, werden auch Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes ergriffen, so durch eine ansprechendere, designorientierte Straßenbeleuchtung und eine Begrünung mit Bäumen und Beetbepflanzungen. Die Kraftfahrzeuge parken danach am Fahrbahnrand in größerer Distanz zu den Gebäudefassaden, was den Nutzwert für das Wohnen ebenfalls verbessern dürfte.
Neue Bürgersteige, Straßenbäume und Grün, Designleuchten und Parkregelungen – Das Beispiel auch aus Kaohsiung zeigt, wie groß der Gewinn in der Straßenraumgestaltung sein kann. „Sein kann“, wenn da nicht die Zeitgenossen wären, die in der veränderten Gestaltung des öffentlichen Raumes erst einmal die Chance sehen, ihren eigenen privaten Flächenbedarf erweitert abzudecken.
Fahrzeugkühler und -hecks, geparkte Motorroller und Fahrräder, die aus Gründen der Enge und Bequemlichkeit nicht unter das Haus geschoben werden, wirksam aufgestellte Werbefahnen und -aufsteller, Topfpflanzen, Öfen zum Verbrennen des Opfergeldes, Werkzeuge und Utensilien aus den ansässigen Geschäften und das ganze sonstige Gerümpel beginnen schon wieder den freien Weg durch die Stadt einzuschränken. Die durchkonzipierten Parkregelungen mit dem Freihalten des Sichtbereiches vor dem Zebrastreifen aus Gründen der Verkehrssicherheit werden vom Falschparker einfach ignoriert.
Woran liegt das nur, dass ein guter Ansatz so schnell „taiwanisiert“? Sind das subtropische Klima oder die Ursprünge in einer Agrargesellschaft der Grund, umgebende „fruchtbare“ Freiflächen in die private Nutzung mit einzubeziehen und sich nicht auf das abgrenzte häusliche Eigentum zu beschränken? Sind es philosophisch-religiöse Einstellungen aus Konfuzianismus, Buddhismus oder Taoismus, die es nahe legen, der Allgemeinheit den Weg zu blockieren? Jedenfalls gibt es offensichtlich große Unterschiede zum römisch-germanischen basierten Denken in Deutschland über die Nutzung des öffentlichen Raumes.
Nach all dem Besorgniserregenden zur Entwicklung des politischen Systems in Taiwan und seiner freiheitlichen Gesellschaft, gibt es auch Positives vom letzten Aufenthalt zu vermelden. Erkennbar bemüht sich die Verwaltung in Taiwan systematisch, eine ökologischere und für die Menschen kostengünstigere Mobilität zu ermöglichen und alle daran teilhaben zu lassen. Dazu zählen auch diejenigen, die keinen Führerschein haben oder bekommen können, beziehungsweise für die der Kraftfahrzeugbesitz und die Treibstoffkosten eine finanziell nicht zu nehmende Hürde darstellen.
Überall entstehen neue Bürgersteige, angefangen von den geschäftigeren und dichter bebauten Stadtgebieten, und die Infrastruktur für den Fahrradverkehr wird ausgebaut. Dies ist sehr erfreulich. In Kaohsiung schafft dies zusammen mit den erst vor wenigen Jahren eingerichten Metrolinien ein völlig neues Erleben der Stadt.
Hauptstraße in einem Vorort von Kaohsiung – Die geschlossene Asphaltdecke zwischen den Häuserzeilen ist für zwei Fahrspuren und einen Seitenstreifen je Richtung abmarkiert. Parkende Lieferwagen, Autos und Motorroller sowie Werbeaufsteller der benachbarten Läden und Geschäfte blockieren in der Regel den Weg der Fußgänger. Angesichts der Verkehrsdichte ist das dann erforderliche Ausweichen auf die Fahrspuren durchaus mit einem Gefühl verknüpft, sich in eine Gefahrensituation zu begeben.
Bereits für kurze Wege wird der Motorroller, der Scooter, benutzt, weil dies einfach bequemer ist und ein subjektives Gefühl von Sicherheit, vielleicht durch das höhere Fluchtpotenzial des Vehikels, schafft. Um den Verbrauch des teuer importierten Kraftstoffs zu reduzieren, die Luftqualität zu erhöhen und damit auch Krankheitskosten sowie die Unfallschäden im volkswirtschaftlichen Maßstab zu senken, bietet es sich an, die Voraussetzungen zu verbessern, um mehr Wege zu Fuß zu erledigen.
Dazu zählt die Einrichtung eines sicheren Raumes für Fußgänger und der Bau von abgesetzten Bürgersteigen. Wo dies in Taiwan geschieht, werden auch Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes ergriffen, so durch eine ansprechendere, designorientierte Straßenbeleuchtung und eine Begrünung mit Bäumen und Beetbepflanzungen. Die Kraftfahrzeuge parken danach am Fahrbahnrand in größerer Distanz zu den Gebäudefassaden, was den Nutzwert für das Wohnen ebenfalls verbessern dürfte.
Neue Bürgersteige, Straßenbäume und Grün, Designleuchten und Parkregelungen – Das Beispiel auch aus Kaohsiung zeigt, wie groß der Gewinn in der Straßenraumgestaltung sein kann. „Sein kann“, wenn da nicht die Zeitgenossen wären, die in der veränderten Gestaltung des öffentlichen Raumes erst einmal die Chance sehen, ihren eigenen privaten Flächenbedarf erweitert abzudecken.
Fahrzeugkühler und -hecks, geparkte Motorroller und Fahrräder, die aus Gründen der Enge und Bequemlichkeit nicht unter das Haus geschoben werden, wirksam aufgestellte Werbefahnen und -aufsteller, Topfpflanzen, Öfen zum Verbrennen des Opfergeldes, Werkzeuge und Utensilien aus den ansässigen Geschäften und das ganze sonstige Gerümpel beginnen schon wieder den freien Weg durch die Stadt einzuschränken. Die durchkonzipierten Parkregelungen mit dem Freihalten des Sichtbereiches vor dem Zebrastreifen aus Gründen der Verkehrssicherheit werden vom Falschparker einfach ignoriert.
Woran liegt das nur, dass ein guter Ansatz so schnell „taiwanisiert“? Sind das subtropische Klima oder die Ursprünge in einer Agrargesellschaft der Grund, umgebende „fruchtbare“ Freiflächen in die private Nutzung mit einzubeziehen und sich nicht auf das abgrenzte häusliche Eigentum zu beschränken? Sind es philosophisch-religiöse Einstellungen aus Konfuzianismus, Buddhismus oder Taoismus, die es nahe legen, der Allgemeinheit den Weg zu blockieren? Jedenfalls gibt es offensichtlich große Unterschiede zum römisch-germanischen basierten Denken in Deutschland über die Nutzung des öffentlichen Raumes.
Montag, 27. Januar 2014
Die gelbe Ente – Was geschah
These 3, wie Taiwan die Demokratie abschafft
Um das klar zu stellen: Natürlich geht es nicht darum, Taiwan als etwas besonders herauszustellen, wenn es darum geht zu beschreiben, welches Risko aktuelle Entwicklung für den Verlust von basisdemokratischen Gesellschaftsordnung, von persönlichen Freiheiten und der Teilhabe am Wohlstand in dieser Welt beinhalten.
Auch in Deutschland gibt es diese Tendenzen. Wenn in einem nahe gelegenen Stadtteil ein Kindergarten, gefördert mit öffentlichen Mitteln und dauerhaft bezahlt von der örtlichen Gemeinschaft, auf dem Grundstück eines Stadtverordneten durch die Baugesellschaft eines Kreistagsmigliedes gebaut wird, wo zeitgleich besser geeignete Grundstücke im städtischen Eigentum brach liegen und nur Kosten für die Stadt verursachen, scheint auch hier etwas nicht zu stimmen.
Aber dies ist nun einmal nicht der Blog eines deutschen „Whistle-Blowers“ sondern des Taiwanreisenden Luo You. Mir als Außenstehender in Taiwan fällt vielleicht besonders auf, dass durch die herrschende Regierung die Massen verdummend beruhigt werden und sehr vieles skrupellos dem Kommerz in den Rachen geworfen wird. Da wird deutlich, wie hoch in der chinesische Kultur der Wert von Geld ist und wie pragmatisch und rücksichtslos gegenüber Natur und Menschen sie sein kann, wenn es darum geht, gute Geschäfte zu machen.
Reisemitbringsel aus Taiwan auch für ein Kind – Die überdimensionierte gelbe Gummiente im Hafenbecken von Kaohsiung war bereits Thema eines Artikels hier im Blog. Nach Kaohsiung und Taoyuan tauchte die Ente auch in Keelung auf. Hier kritisierte der Künstler Florentijn Hofman, dass die Installation im Hafenbecken von Keelung zu einem rein kommeriellen Zirkus wurde. Der ursprüngliche Ansatz des Künstlers, mit der Ente, die ruhig und einfach vor sich hindümpelt, Freude in der Welt zu verbreiten, wurde in eine profitbringende Geschäftsidee verdreht.
Selbst in Kaohsiung gab es kein Kaufhaus ohne ein Regal mit Gummienten, so sehr wirkte die Idee in der Geschäftswelt nach. Ebenso wurde in der Werbung die Idee und das Bild der gelben Ente aufgegriffen, die dann manchmal sogar mit einer roten Mütze vom Weihnachtsmann posieren musste. Es ist schon gruselig, dass eigentlich alles, was die Menschen in Taiwan zu interessieren beginnt, im nu zum Wirtschaftsfaktor wird. Kommerzfrei ist fast gar nichts.
Aber nicht nur wegen des Kommerzes ging es der Ente in Keelung dreckig. Vermutlich das feuchte, graue Winterwetter kombiniert mit der rußigen Industrieluft der Hafenstadt in der Nordostecke Taiwans setzte dem Spielzeug für Riesen schnell zu. Die ersten Versuche, die Ente mit Wasserspritzen wieder zu säubern, wurden erfolglos gestoppt. Danach kamen die taiwanischen Schrubber mittels einer Hebebühne zum Einsatz.
Hatte die Ente schon in Taoyuan den Arsch offen gehabt, ging ihr Neujahr 2014 in Keelung vollends die Luft aus. Ob das an zu starken Reinigungsmitteln lag? Für Sympathisanten der demokratischen Fortschrittspartei (DPP) war dies ein klares Zeichen, dass eine Regierung, die von der Kuomintang (KMT), gestellt wird, so wie in Keelung, alles vermasselt. In der Großstadt Kaohsiung, regiert von der DPP, war der Aufenthalt der Gummiente perfekt durchgeführt worden.
Jedenfalls zeigt sich, dass es große Nachteile mit sich bringt, ohne Rücksicht auf das Empfinden der Menschen und bekannten Voraussetzungen alles dem Kommerz zu opfern. Zwar fanden wir während der Zeit in Taiwan die alltägliche Fernseh- und Zeitungsente, die uns begleiteten, amüsant, doch hätten wir uns mehr gefreut, die Ente noch im sonnigen, vom Meereswind rein gehaltenen Hafenbecken von Kaohsiung zu sehen.
Genauso sollte auch Taiwan nicht seine Freiheiten und Demokratie opfern und weitere Zugeständnisse gegenüber der VR China machen, nur um mehr Geschäfte und Geld machen zu können. Einer smarten Regierung sollte beides gelingen, nämlich den Wohlstand und die demokratischen Freiheiten für alle Einwohner zu sichern. Bei der gegenwärtigen Regierung von Ma Ying-jeou oder Mǎ Yīng Jiǔ (馬英九) bestehen da große Zweifel.
Um das klar zu stellen: Natürlich geht es nicht darum, Taiwan als etwas besonders herauszustellen, wenn es darum geht zu beschreiben, welches Risko aktuelle Entwicklung für den Verlust von basisdemokratischen Gesellschaftsordnung, von persönlichen Freiheiten und der Teilhabe am Wohlstand in dieser Welt beinhalten.
Auch in Deutschland gibt es diese Tendenzen. Wenn in einem nahe gelegenen Stadtteil ein Kindergarten, gefördert mit öffentlichen Mitteln und dauerhaft bezahlt von der örtlichen Gemeinschaft, auf dem Grundstück eines Stadtverordneten durch die Baugesellschaft eines Kreistagsmigliedes gebaut wird, wo zeitgleich besser geeignete Grundstücke im städtischen Eigentum brach liegen und nur Kosten für die Stadt verursachen, scheint auch hier etwas nicht zu stimmen.
Aber dies ist nun einmal nicht der Blog eines deutschen „Whistle-Blowers“ sondern des Taiwanreisenden Luo You. Mir als Außenstehender in Taiwan fällt vielleicht besonders auf, dass durch die herrschende Regierung die Massen verdummend beruhigt werden und sehr vieles skrupellos dem Kommerz in den Rachen geworfen wird. Da wird deutlich, wie hoch in der chinesische Kultur der Wert von Geld ist und wie pragmatisch und rücksichtslos gegenüber Natur und Menschen sie sein kann, wenn es darum geht, gute Geschäfte zu machen.
Reisemitbringsel aus Taiwan auch für ein Kind – Die überdimensionierte gelbe Gummiente im Hafenbecken von Kaohsiung war bereits Thema eines Artikels hier im Blog. Nach Kaohsiung und Taoyuan tauchte die Ente auch in Keelung auf. Hier kritisierte der Künstler Florentijn Hofman, dass die Installation im Hafenbecken von Keelung zu einem rein kommeriellen Zirkus wurde. Der ursprüngliche Ansatz des Künstlers, mit der Ente, die ruhig und einfach vor sich hindümpelt, Freude in der Welt zu verbreiten, wurde in eine profitbringende Geschäftsidee verdreht.
Selbst in Kaohsiung gab es kein Kaufhaus ohne ein Regal mit Gummienten, so sehr wirkte die Idee in der Geschäftswelt nach. Ebenso wurde in der Werbung die Idee und das Bild der gelben Ente aufgegriffen, die dann manchmal sogar mit einer roten Mütze vom Weihnachtsmann posieren musste. Es ist schon gruselig, dass eigentlich alles, was die Menschen in Taiwan zu interessieren beginnt, im nu zum Wirtschaftsfaktor wird. Kommerzfrei ist fast gar nichts.
Aber nicht nur wegen des Kommerzes ging es der Ente in Keelung dreckig. Vermutlich das feuchte, graue Winterwetter kombiniert mit der rußigen Industrieluft der Hafenstadt in der Nordostecke Taiwans setzte dem Spielzeug für Riesen schnell zu. Die ersten Versuche, die Ente mit Wasserspritzen wieder zu säubern, wurden erfolglos gestoppt. Danach kamen die taiwanischen Schrubber mittels einer Hebebühne zum Einsatz.
Hatte die Ente schon in Taoyuan den Arsch offen gehabt, ging ihr Neujahr 2014 in Keelung vollends die Luft aus. Ob das an zu starken Reinigungsmitteln lag? Für Sympathisanten der demokratischen Fortschrittspartei (DPP) war dies ein klares Zeichen, dass eine Regierung, die von der Kuomintang (KMT), gestellt wird, so wie in Keelung, alles vermasselt. In der Großstadt Kaohsiung, regiert von der DPP, war der Aufenthalt der Gummiente perfekt durchgeführt worden.
Jedenfalls zeigt sich, dass es große Nachteile mit sich bringt, ohne Rücksicht auf das Empfinden der Menschen und bekannten Voraussetzungen alles dem Kommerz zu opfern. Zwar fanden wir während der Zeit in Taiwan die alltägliche Fernseh- und Zeitungsente, die uns begleiteten, amüsant, doch hätten wir uns mehr gefreut, die Ente noch im sonnigen, vom Meereswind rein gehaltenen Hafenbecken von Kaohsiung zu sehen.
Genauso sollte auch Taiwan nicht seine Freiheiten und Demokratie opfern und weitere Zugeständnisse gegenüber der VR China machen, nur um mehr Geschäfte und Geld machen zu können. Einer smarten Regierung sollte beides gelingen, nämlich den Wohlstand und die demokratischen Freiheiten für alle Einwohner zu sichern. Bei der gegenwärtigen Regierung von Ma Ying-jeou oder Mǎ Yīng Jiǔ (馬英九) bestehen da große Zweifel.
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