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Samstag, 31. Dezember 2016

Nazi-Staat Taiwan?

Willkommen im Neuen Jahr 2017

2016 war ein Jahr interessanter Veränderungen. Der Lebensmittelpunkt des Verfassers dieser Zeilen hat sich räumlich sehr verschoben. Das Geld für Brötchen, die nächste Reise nach Taiwan und China-Öl kommen jetzt von einem anderen Arbeitgeber. Nach einem Jahr ist hier beruflich eine umfassend positive Bilanz zu ziehen. Die größere Distanz zur asiatischen Kultur und zur taiwanischen-rheinischen Gemeinschaft um Düsseldorf wird kompensiert durch andere Vorzüge des neuen Lebensraums. Mehr Entspannung und Ausgeglichenheit, mehr Fläche und Landschaft stehen hier den fertig gebauten Städten des Rheinlandes, der Gier und dem ungehemmten Profitstreben im räumlich wie sozial ausgebeuteten Ballungsraum gegenüber. Klar, alles geht gesellschaftlich in die gleiche Richtung. Es gibt hier kein anderes sozial, wirtschaftliches und politisches System. Aber das Niveau ist immer noch ein anderes. Es gibt noch genug zum Kaputtmachen.

So wie sich die Welt Luo Yous privat verändert hat, so sind auch global mehr oder weniger überraschende Entwicklungen zu vermerken.

Tsai Ing-wen (蔡英文) wurde am 16. Januar 2016 zur Präsidentin der Republik China gewählt. Damit wurde die KMT auf Taiwan, die sich stärker der Volksrepublik China geöffnet hat, in der Regierung abgelöst. Die Insel wird wieder von der DPP, der demokratischen Fortschrittspartei, regiert, die mehr auf die Unabhängigkeit Taiwans bedacht ist.

Anerkennung hat ihre Regierung zuletzt nicht nur durch den für viele überraschend später in 2016 zum US-Präsidenten gewählten Donald Trump erfahren. Mit dem durfte Tsai Ing-wen, die Präsidentin Taiwans, nämlich telefonieren und dies wurde auch noch öffentlich verlautbart.

Seitdem hört die deutsche System- und durchaus an verschiedenen Stellen gerechtfertigt zu bezeichnend Lügenpresse nicht auf, im Sinne der offiziellen deutschen Ein-China-Politik, wohl von der Volksrepublik China gefordert und von den USA in früheren Jahren für die Vasallenstaaten vorgegeben, in die Köpfe einzuhämmern, dass Taiwan eine abtrünnige Insel der Volksrepublik China ist.

Zum Beispiel in der „ZEIT“: „Seit Ende des Bürgerkrieges in China 1949 ist Taiwan ein Konfliktherd in Asien. Damals flüchteten die Truppen der chinesischen Kuomintang auf die Insel, die heute offiziell Republik China heißt und sich als eigenständig funktionierende Demokratie sieht.“

Nein, in gleicher Monotonie ist zu wiederholen: die Volksrepublik China allein ist der Konfliktherd in der Region, seitdem die Republik China auf Taiwan das Ziel aufgegeben hat, das Festland zurück zu erobern. Taiwan sieht sich nicht als funktionierende Demokratie. Sie ist es. Insbesondere beim Vergleich zu verschiedenen anderen Ländern, wo die Autokratie wieder Einzug hält, etwa der Türkei oder Russland. In Taiwan wechseln die Regierungen wie auch in den USA.

Die Insel heißt natürlich offiziell Taiwan. Sie befindet sich in der Republik China, zu deren Herrschaftsbereich auch noch andere kleinere Gebiete und Inselchen gehören, die nicht von den Kommunisten besetzt werden konnten. Die Republik China wurde 1911 gegründet und ist damit deutlich älter als die Volksrepublik China. Nach dem Sieg über die Japaner im 2. Weltkrieg wurde nach 1945 an die Republik China gegeben. Es ist dann wohl eher das chinesische Festland, was abtrünnig wurde. Letztendlich war es der Wandel in der Politik Nixons, der die Republik China auf Taiwan so in die internationale Isolation geführt hat. Da fragt sich der Betrachter, ob die USA zu Nixons Zeiten gegenüber der Volksrepublik China nicht auch ein Modell, vergleichbar dem deutschen mit DDR und Bundesrepublik, hätte durchsetzen können. So fänden 22 Millionen Menschen auf Taiwan wenigstens in den internationalen Gremien, wie der UNO, eine angemessene Vertretung.

Jedenfalls sind die Staaten trotz Ein-China-Politik und fehlender diplomatischer Beziehungen wieder alle da und fokussieren auf Taiwan, wenn sich Länder in ihren Belangen beeinträchtigt fühlen. So hat eine Parade als Nazi verkleideter Schüler, Israel und Deutschland aufgerufen in Taiwan zu protestieren. Ich habe gar nicht gewusst, dass es überhaupt Israelis in Taiwan gibt, sagt dazu die beste Ehefrau von allen.

Immer noch wird das alleinige Recht zur Auslegung der Welt und Wahrheitsfindung vom Westen reklamiert. Merkt denn dort niemand, dass es in Asien höchst peripher interessiert, wann und wie ein Massenmörder auf der anderen Seite der Welt Millionen umgebracht hat. Über die eigene Ignoranz regt sich im Westen aber niemand auf. Wen interessiert hier das Schicksal der Millionen Opfer von Maos „Sprung nach vorne“ oder die Bedrohung vieler Minderheiten im asiatischen Raum?

„Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?“ Diesen Lehrsatz aus der Bibel hat offenbar die westlich-christliche Leitkultur für sich ausgeblendet. Wie lange muss Deutschland noch diese peinlichen Nazi-Märsche und ekligen, sogenannten „Heldengedenken“ ertragen? Ich will nicht, dass diese Clowns die Leiden meiner Großelterngeneration, verursacht durch ihren Looser Adolf Hitler, für ihre Zwecke verdrehen und verhöhnen.

Aber in Taiwan, das gar nicht von Deutschland als Staat anerkannt wird, gegen einen läppischen Schülerunfug im Minirock zu protestieren, das schaffen noch unsere Regierungsstellen. Wie armselig!

Übrigens hatte sich kürzlich auch Klaus Bardenhagen in einem bemerkenswerten Artikel seines Blogs mit der Sprache der deutschen Presse über Taiwan befasst.

Apropos Blogger-Welt: ein großer Verlust! Fu Ludigel hat Taiwan verlassen und sich dem Duterte-Regime auf den Philippinen angeschlossen. Dieser Wechsel ist ein sehr bedauerlicher Verlust für den deutschen Blick aus Taiwan. Ein besonderer Dank an ihn für die vielen Jahre unverfälschter Information und aktueller Eindrücke von der Insel durch die oliginal deutsche Brille.

Screenhot vom taiwanischen Fernsehen CTI via Internet heute. Nächsten Monat geht es nach Formosa zum Verwandtschaftsbesuch und zum Urlaub. Ziel wird unter anderem Liuqiu auf der Lambai-Insel südlich von Donggang, zugehörig zum Landkreis Pingtung, sein.

Trotz der persönlich guten Situation und des nahen Urlaubs bleibt der Blick in das Jahr 2017 eher kritisch.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Das chinesische Bereuen nach Taiwan oder nicht nach Taiwan zu reisen

Die Chinesen sagen zueinander, dass man es sein Leben lang bedauern wird, nicht die Chance zu nutzen und Taiwan zu besuchen. Gegenwärtig ist die Situation zwischen China und Taiwan sehr offen und erleichtert das Reisen sehr. So viel wurde den Festlandschinesen in der Schule von Sonnen-Mond-See und Alishan eingepaukt, dass sie sich sehr danach sehnen, das, was ihnen gehört, endlich zu sehen und durch die eigene Anschauung zu erleben.

Allerdings wird in China auch gesagt, dass derjenige, der sich auf den Weg nach Taiwan macht, diese Reise sein Leben lang bereuen wird. Zu unspektakulär sind der Gebirgsrücken von Alishan und der aufgestaute See südlich der Stadt Puli mit den zumeist in den 1960er Jahren errichteten Tempeln. Im Vergleich dazu hat die Volksrepublik China viel mehr zu bieten. Es lohnt also weder die knappen Urlaubstage hier zu vergeuden noch sein sauer verdientes Geld an solchen für chinesische Verhältnisse hochpreisigen Orten auszugeben. Aber mit der Reise zu der subtropischen Insel wird darüber hinaus noch der Mythos Taiwan zerstört, an den der gewöhnliche Festlandschinese seit seiner Kindheit geglaubt hat.

Was ist nun besser? Reisen oder weiter an das Besondere von Taiwan zu glauben?


Gar nicht so übel das Bergpanorama hinter den Sonnen-Mond-See, wenn er nicht gerade völlig im wolkigen Nebel verschwindet, wie am letzten Aufenthaltstag. Im Vergleich zu dem was China bieten kann, ist das natürlich nichts. Das Foto entstand vorgestern von der Frühstücksterrasse des Bambus-Rock-Garden-Hotels.

Mittwoch, 30. April 2014

1st of May - Hongkong Street Pee Day

Nicht ohne meinen Hund

Eine Besonderheit der hiesigen Kultur sollte es nach meiner Frau sein (und dem konnte ich in früheren Jahren zustimmen), dass es Menschen in Deutschland sehr mögen, Mitmenschen bei ihrem Fehlverhalten herauszustellen. Mittlerweile hat sich diese verbreitete Verhaltensweise nach meiner Einschätzung verändert. Wen stört es noch, wenn das Gegenüber bei Rot über die Straße geht, während man selber langer bei leerer Straße auf das Grünlicht wartet? Ich kümmere mich nur noch um meinen Kram und folge dem eigenen Gewissen. Andere darauf hinzuweisen, dass in Zügen das Rauchen nicht verboten ist, ist gar keine gute Idee, wenn man das eigene Leben und die Gesundheit nicht in Gefahr bringen will. Jemanden im morgendlichen Berufsverkehr am Bahnsteig auf den „Rauchfreien Bahnhof“ hinzuweisen, wo das Rauchen tatsächlich gar nicht frei ist, bedarf schon eines großen Einfühlungsvermögen, geschickter Rhetorik und dem Beherrschen einer wirksamen Deeskalationsstrategie. Nur so kann man erfolgreich zu sein und den Mief aus der Nase bekommen.

Da ist Asien mittlerweile deutlich besser beim „Point Out“ drauf. Durch die Nachrichten und Videoportale geht die Geschichte, einer Familie in Hongkong, die ihr Kleinkind in der Not auf die Straße hat pinkeln lassen. Diesen unanständigen Akt haben Nebenstehende zum Anlass genommen, ihre Kameras drauf zu halten und deutlich zu machen, dass sie ein solches Verhalten nicht akzeptieren. Und schon war das Theater da.



In den Kommentaren gehen, dies zum Anlass nehmend, nun Hongkonger gegen Chinesen an. Wobei die Hongkonger natürlich auch Chinesen sind, partiell sogar echte Festlandschinesen, wenn man von den Bewohnern der Inseln und Inselchen vor der Küste mal absieht. Zudem sind alle, also Leute in Hongkong und die anderen, in der Region Kantonesen.

Das lassen sich Chinesen, die sich nicht als Hongkonger fühlen, nicht gefallen und rufen zum Pinkeltag am 1. Mai in Hongkong auf, der in China Feiertag ist und deshalb geradezu zum Reisen und Besuch von Hongkong einlädt.

Aus eigener Erfahrung ist von Luo You zur ergänzen, dass die Grenzkontrollen zwischen der Sonderverwaltungszone Hongkong und Shenzhen deutlich laxer sind als zwischen dem Gebiet von Shenzhen zum Rest von der VR China. Ebenso verhält es sich mit dem gefühlten Wohlstandsgefälle zwischen den drei Gebieten in dieser Region. Da sind Hongkong und Shenzhen etwa auf dem gleichen Niveau. Also es gibt in dem Sinne durchaus Hongkonger außerhalb von Hongkong, während wohl auch Hongkonger Straßen benässende Chinesen sein könnten.

Auch in Deutschland gab es in früheren Jahren die Diskussion, ob es wirklich so schlimm ist, seinem Kind in einer Notsituation nicht zuzugestehen, in die Gosse zu pissen. Viele Hundebesitzer haben überhaupt keine Skrupel ihren besten Freund überall kacken zu lassen. Warum sollten Tiere mehr Rechte als Menschen haben? Warum darf das Tier für sein Wohlbefinden sorgen, während den kleinen unausgereiften Mitbürgern aufgenötigt wird, die Blase und Öffnungen zusammenzupressen?

Herr und Hund – Auch Taiwaner sind Chinesen, ethnisch gesehen und auch nur teilweise. Zumindest hat er die Hundekacke danach etwas beiseite geschoben. Und das auf dem Schmalspurgleisen einer der letzten in Betrieb befindlichen Zuckerrohrbahnen! Der Eisenbahnfan war schockiert.

Lass mich kacken, blöder Turi! Hier fotografiert mal umgekehrt der Zugereiste den Ansässigen und zeigt es im Internet.

Bei soviel Freiheit für Hunde im asiatischen Raum und Rücksichtslosigkeit gegenüber Kindern, die bei dem Fall in Hongkong für ihr Leben schreiend traumatisiert sein dürften, verwundert es nicht, das gleich auf Kinder verzichtet wird. Dann kommt besser der Hund in den Kinderwagen, wie hier in der Dream-Mall von Kaohsiung gesehen.

Montag, 31. März 2014

Der Ursprung der Wale

Keine wirklich guten Nachrichten

Für nur 48.000 chinesische Renminbi (5.608,44 Euro nach heutigem Kurs) nach Taiwan auswandern? Mit einem Geschäftsvisum und danach einer ständigen Aufenthaltsgenehmigung beim Immobilienkauf? In den Genuß einer guten Krankenversicherung und medizinischen Versorgung kommen? Keine Geburtenkontrolle und 12 Jahre Schulbildung auf Staatskosten? Familienzusammenführung auf Taiwan? Die Chance, dass alle Familienangehörigen ein Geschäft gründen können? In Taiwan geborene Kinder die Staatsangehörigkeit der Republik China erhalten?

Die Volksrepublik China muss schlimm sein, dass so für eine Auswanderung nach Taiwan geworben wird, über die Fu Ludigel in seinem Blog schrieb.

Und was machen die Taiwaner? Nicht nur der beliebte Blogger und eine meiner Nichten protestieren, sondern auch zigtausende andere Menschen gingen gegen die Annäherung an die Volksrepublik China in Taipei auf die Straße.

Aber es gibt auch bessere Nachrichten vom heutigen Tage. Nach Auffassung des internationalen Gerichtshofs in Den Haag muss Japan die Jagd auf die Wale in der Antarktis beenden.

Vor dem Aquarium von Hengchun zeigen sich beeindruckend die mächtigen Meeressäuger als sprudelnd-spritzende Skulpturen.

Dabei trägt Taiwan durchaus eine Mitschuld am früheren Abschlachten der Wale, sei es durch die Nachfrage für die Küche im Land, wie auch durch Fangpiraterie und eigene Jagd. So sah der Autor vor einigen Jahren in einem Restaurant, das so heute nicht mehr besteht, nahe einem kleinen Fischerhafen bei Kending ein historisches Foto von der Anlandung eines großen Wals, von dem auch die Wirtin berichten konnte.

Die Entwicklung der Wale, so wie sie im Meeresaquarium illustriert wird, und ihre Gefährdung erinnert stark an Loriots wilden Waldmops dessen einstmals mächtige Schaufeln zurückgezüchtet wurden, da ein Zwölfender sich kaum zum Schosshund für ältere Damen eignet.

In Kombination mit dem, was das Besucherzentrum des Nationalparks Kending ausgestopft präsentierte, wird klar: Die Wale stammen vom taiwanischen Reh ab.

Bleibt für die Wale zu hoffen, dass sie weder zurückgezüchtet werden noch ihnen durch andere profitorientierte Walfängernationen an Stelle der Japaner der Garaus gemacht wird. Zudem stellt sich die Frage, wo es jetzt mit der japanischen Jagd weiter geht, wenn diese in der Antarktis beendet wird. Also, wirklich gut scheint diese Nachricht dann doch nicht zu sein.

Sonntag, 30. März 2014

Sonnenblumen in Bewegung

330 nach 228?

Den Sonnenblumen auf der schönen Insel, auf portugiesisch „ilha formosa“, im Pazifik gelegen, geht es bisher einigermaßen gut. Diese hier posten für das Foto in Chiatou im Dezember 2009.

Nach Normen und Regeln von ausreichender Rechtsstaatlichkeit können die Bauern die hübschen Blumen säen und ernten. Ohne einigermaßen gerechtes Verfahren und eine angemessene Entschädigung wird ihnen nicht der Boden zum Wachsen entzogen. Fast alle Menschen in ihrer Umgebung haben die Chance auskömmlich am Wirtschaftsleben teilzunehmen und ihre eigene Persönlichkeit frei zu entwickeln. Die Bürgerinnen und Bürger werden sogar alle paar Jahre gefragt, ob sie ihre Regierung behalten wollen oder lieber eine andere wählen. Wenn ihnen irgendetwas nicht passt und sie ihre Meinung sagen, verschwinden sie auch nicht mehr im Knast oder auf einer abgelegenen Gefangeneninsel wie dies vor vielen Jahren noch der Fall war.

Glückliche Hello-Kitty-Insel – Was stört uns der Rest der Welt?

Es könnte immer so weiter gehen, wenn es nicht einen Nachbarn gäbe, der glaubt, dass er das Recht hat, ungefragt über die schöne Insel zu regieren. Zudem hat das mehr auf Gier und weniger auf Teilen basierende Wirtschaftssystem im Zeitalter der Globalisierung die Inselbevölkerung ziemlich unter Druck gesetzt. Wenige profitieren davon, aber viele fragen sich, wie die zunehmende Konzentration von Kapital und wirtschaftlicher Macht enden soll. Während in früheren Jahrzehnten Taiwan sich durch die Anstrengungen und Entbehrungen sowie seinen Geschäftssinn und den mächtigen Freund USA jenseits des Pazifiks zur Wohlstandsgesellschaft heraufgearbeitet hatte, bringen die veränderten politischen und wirtschaftlichen Vorzeichen für die Zukunft große Risiken mit sich.

Der Schönheit am Strand nachzuschauen, ist der angenehmere Zeitvertreib als sich über die Motivation der Studenten in Taipei und die politischen Auswirkungen ihrer Aktionen nachzudenken.

Was der Reisende Anfang des Jahres ahnen und fühlen konnte, kam jetzt zum Ausbruch. Junge Menschen in Taiwan sind nicht immer so „Gaga“ und „Soft“, wie sie von den Medien gemacht werden sollen und wie sich sich vielleicht manchmal auch geben. Sie machen sich ernsthaft Gedanken über ihre Zukunft und auch die Entwicklung der demokratischen Gesellschaft auf Taiwan.

Dass Ma Ying Jeou versucht hat, die wirtschaftliche Entwicklung Taiwans durch eine größere Öffnung und einen stärkeren Opportunismus gegenüber China voran zu bringen, ist durchaus nachvollziehbar. Sie wird aber ihren politischen Preis haben. Dem internationalen Dogma einer ökonomischen Liberalisierung folgend ist dabei auch zu erwarten, dass nur wenige Große davon profitieren. Die Masse der Taiwaner wird voraussichtlich noch stärker unter Druck geraten, wenn es mehr Wettbewerb im Dienstleistungsbereich durch das „Cross-Strait Agreement on Trade in Services“ geben wird.

So steckt Taiwan gegenüber seinem Nachbarn Volksrepublik China in einer unangenehmen Zwickmühle zwischen der vermeintlichen Sicherung des wirtschaftlichen Wohlstands einerseits und andererseits der politischen Freiheiten.

Selbstverwaltung und Freiheit waren in Taiwan in vielen Jahrhunderten eine Utopie. Die Ureinwohner hatte es am schwersten getroffen. Seit der niederländischen Kolonisation im 17. Jahrhundert und der zunehmenden Besiedlung der Insel mit Han-Chinesen vom Festland befand sich ihre Kultur auf dem Rückzug. Nach der Übernahme der Insel 1895 durch die Japan ging ihre Autonomie vollständig verloren.

Als besonderer Stressfaktor kommt die wahrnehmbare Inaktivität des Westens bei der Einverleibung der Krim durch Russland während einer innenpolitisch schwierigen Situation hinzu. Entgegen völkerrechtlicher Verträge hat Russland gehandelt. Trotz Zusicherung hat die Ukraine keinen Beistand zum Erhalt ihrer territorialen Integrität bekommen. Um wieviel mehr ist das außenpolitisch isolierte Taiwan gefährdet: mehr als 23 Millionen Chinesen warten dort auf die Wiedervereinigung aus der Sichtweise der Volksrepublik. Dieses undemokratische Regime nutzt stets die Schwächen seiner Nachbarn aus, um seinen Machtbereich zu erweitern, wie dies beispielsweise bei den Spratly-Inseln geschehen ist.

Kanonen am Fort Zeelandia in Taiwan – Militärische Stärke ist immer noch ein probates Mittel der Politik wie zu den Zeiten der Holländer auf Taiwan ab 1642. Mit genügend Nachschub für den niederländischen Gouverneur Coyett im Jahr 1662 wäre Taiwan heute so unabhängig wie Indonesien oder Sri Lanka.

Scheinbar fällt es dem Westen überhaupt schwer zu verstehen, was in Taiwan abläuft, wenn selbst unter dem renommierten Titel der „ZEIT“ solch ein Artikel erscheint, der mehrfach von Kommentatoren korrigiert werden muss.

Am 28. Februar 1947 und in den darauffolgenden Tagen kämpften Taiwaner während des sogenannten „228 Zwischenfalls“ gegen eine repressive und korrupte Regierung. Nach diesem Aufstand ist der 228-Park in Taipei benannt. Für den Eisenbahn-Aficionado ist der Park deshalb so interessant weil hier zwei Museumsloks in einem Glaspavillion aufgestellt sind. Eine davon ist die erste Lokomotive Taiwans, die „Teng Yung“, gebaut bei der Firma Hohenzollern in Düsseldorf 1887.

Sicherlich ist die heutige Situation mit der vom 28.2.1947 überhaupt nicht zu vergleichen. Heute geht es um einen politischen Richtungsstreit, der durchaus noch eskalieren kann. Taiwan steht unter Stress. Aber ein „330“ als neues „228“ wird daraus nicht entstehen. Dafür sind die Ausgangsbedingungen ganz andere: Ma Ying Jeou ist zwar unpopulär, aber von der Mehrheit der Bevölkerung fair gewählt und es gibt eine funktionierende Opposition.

Wer der hohen Politik seine Meinung sagen will, kann mit den taiwanischen Student für die Rettung der Demokratie in Frankfurt heute Mittag demonstrieren. Gestern habe ich leider die Chance verpasst mein „Free Taiwan“-Schild Xi Jinping bei seiner Fahrt durch Düsseldorf vor die Nase zu halten. Der Schlüssel zur Lösung der politischen und wirtschaftlichen Fragen Taiwans liegt nun einmal in China. Demnächst kann dann vor dem neuen chinesischen Konsulat in Düsseldorf protestiert werden, das Anlass des Besuchs von Xi in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt war.

Es bleibt zu hoffen, dass so bald kein Taifun über die formose Insel ziehen wird und die hübschen Sonnenblumen einknicken lässt.

Freitag, 28. Februar 2014

Pandaesser

Warum denken Taiwaner immerzu an Nahrungsaufnahme?
Oder „Lí chia̍h pá bōe (你食飽未)?“


Tuan-Tuan und Yuan-Yuan heißen die beiden Pandas im Zoo von Taipei; Tuán Yuán (團圓) bedeutet Wiedervereinigung. Damit ist die politische Botschaft klar, die mit der Überlassung der zwei Tiere aus der Volksrepublik China nach Taiwan im Dezember 2008 verbunden war. Im Gegenzug gingen ein paar endimische Rehe und Wildziegen von Taiwan auf das Festland.

Um das Glück zu komplettieren, bekamen die beiden Pandas in Taipei am 6. Juli 2013 Nachwuchs. Das Leben der neugeborenen Bärin Yuán Zǎi (圓仔) kann auf der Seite des Zoo Taipei auf youtube detailliert verfolgt werden. Am 6. Janjuar 2014 hatte Yuan Zai dann ihren ersten öffentlichen Auftritt im Pandahaus des Zoos.

So begleitete nicht nur die gelbe Ente medial denjenigen, der vor einigen Wochen in Taiwan war. Auch dem Thema „Panda“ wurden viele Sendeminuten im Fernsehen und Seiten von Spalten in den Zeitungen gewidmet.

Und an was denken dabei Taiwaner? Fast schon natürlich wird umgehend eine Verbindung zum Essen hergestellt. Noch bevor Yuán Zǎi auftrat, konnte sich der Leser der China Times im Dezember 2013 die junge Pandabärin schon kleingemacht und gut durch im Dampfkorb aus Bambus vorstellen.

So ist das im chinesischen, ja im menschlichen Kulturkreis: Da ersticken die Leute in den Metropolen Chinas an Abgasen, die Lebensräume wildlebender Tiere werden täglich zerteilt, umgenutzt und vernichtet, und dazu sagen viele nur, wie niedlich das künstlich erzeugte und eingesperrte Pandababy im Zoo ist. Lasst die Viecher frei! Stoppt die Umweltzerstörung und schützt ihre Gebiete!

Mehr Pandas, mehr Essen – Kindersitze im Speisessaal von Lao Wu, gesehen im März 2013.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Haut ab von meiner Insel!

Spaziergang in Eluanbi und Frühlingsfest in Düsseldorf

„Haut ab von meiner Insel“, murmelte die beste Ehefrau von allen angesichts der Plakate, Aktivisten, Lautsprecherpropaganda, der von volksrepublikanischen Reiseführen angeführten und regimetreuen Aufpassern begleiteten Gruppen, die wir an den schönsten Orten von Südtaiwan trafen.

Neben dem einen und anderen Máo Fěi (毛匪), der sich anschaut, was untrennbarer Bestandteil Chinas sein soll und auf den Anspruch erhoben wird, trafen wir in Éluánbí (鵝鑾鼻), dem Kap an der Südspitze Taiwans, auch auf Demonstranten der religiösen Meditationsbewegung Falun Gong , welche die Absicht haben, passierende Festlandschinesen zu verunsichern.

Welche Denkweisen dort aneinander vorbei gehen, lässt sich anhand der Kommentare, die teilweise in einem wenig deutsch klingenden Deutsch verfasst sind, unter der Spiegel-Artikel über die jüngsten Regierungsgespräche zwischen der Republik China und der Volksrepublik China erahnen. Da haben einige volksrepublikanische Studenten bestimmt wieder viel Zeit zwischen den Vorlesungen gehabt.

Wenn ich auch keine Parallelen zur NS-Zeit in Taiwan sehe, kann ich doch dem einen oder anderen Kommentar gut folgen, die Gedanken meiner letzten Artikel in diesem Blog aufgreifen.

Verfolgung und Greueltaten in der Volksrepublik China werden den Besuchern des Parks von Éluánbí (鵝鑾鼻) vor die Nase gehalten. Die freie Meinungsäußerung ist in Taiwan fast uneingeschränkt möglich. Unpassend wirkt der Ort, Andersdenkende und Unwissende auf Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Das dies nicht allen Taiwanern gefällt, die hierhin kommen, um den Natur und Freizeitraum zu genießen und zu entspannen, ist durchaus nachvollziehbar.

Was ist zu tun? Wenn die Mächtigen und Reichen auf beiden Seiten der Taiwan Straße aus Gier die Annäherung wollen, wird es für die Menschen schwierig. Die Regierung und Eigentümer der Medien bestimmen, wie und mit welchen Inhalten die Massen berieselt werden. Eine politische Bildung findet nur insoweit statt, wie sie mit den staatlichen und ökonomischen Zielen konform ist. Auch ein Fernsehsender, wie der BBC, ist deshalb absolut systemkonform.

Fujian und Taiwan - Politisch korrekte Kartendarstellung aller Leuchttürme im Wärterhaus des Leuchtturm von Éluánbí (鵝鑾鼻). Keine Republik, keine Volksrepublik, kein China, nur die Namen der Provinzen werden genannt. Die Landmassen sind farblich gleich angelegt. So werden mögliche Verunsicherungen vermieden.

Ein Wandel kann meines Erachtens nur durch andere Wahlergebnisse, einer Unterstützung von Opposition und Bürgerrechtsbewegungen hervorgerufen werden. So bleibt zu hoffen, dass die demokratische Fortschrittspartei DPP bei der nächsten Wahl die Regierung ablösen kann, um diese unselige Entwicklung zu stoppen. Wie ich das sehe, können wir als Ausländer dies nur durch private Gespräche mit vielen Menschen und Internetaktivitäten unterstützen.

Gelegenheit zum Dialog mit Taiwanern – Die Taiwanvereine in Westdeutschland und der Rat für Angelegenheiten der Überseegemeinschaft OCAC haben zum chinesischen Neujahrsfest am 9. Februar 2014 in Düsseldorf eingeladen. Besondere Gäste waren die O-kai Sänger (歐開合唱團), die A-Capella die jazzig Melodien der Ureinwohner Taiwans und bekannte englisch- und chinesischsprachige Stücke interpretierten und kombinierten. Die gelungene und runde Darbietung auf der Bühne gefiel sogar Luo You, der ansonsten instrumental und jazz-frei bevorzugt.

P. S. Es macht durchaus Sinn gegenüber den Taiwaner für die Einführung einer Demokratie nach Schweizer Vorbild zu werben. Vielleicht gibt es danach einen erfolgreichen Volksentscheidung, um die asiatische Urlaubsmigration radikal zu begrenzen und eine angenehme Zugänglichkeit von Orten wie Alishan für den Familienbesucher aus Europa wieder herzustellen.

Samstag, 18. Januar 2014

Taiwans Kampf gegen die globale Erwärmung

Wie Taiwan trotz permanten Mobbing durch die VR China internationale Ziele unterstützt

Egal bei welcher Gelegenheit, die irgendeine internationale Wirkung oder Bedeutung hat, die „Máo Fěi“ (毛匪) versuchen stets Taiwans Teilnahme zu unterdrücken, den Inselstaat auszuschließen oder dessen faktische Souveränität völlig zu entstellen, so etwa bei den olympischen Spielen.

Trotzdem hat es sich Taiwan nie nehmen lassen, internationale Ziele mit großen Engagement in der Staatengemeinschaft zu unterstützen, zum Beispiel bei der Bekämpfung von Krankheiten, wie SARS, oder der Unterstützung im Katastrophenfall. Beim Erdbeben und Tsunami 2011 in Japan war nach den USA Taiwan an zweiter Stelle der Länder, die mit Finanzmittel, technischer und sonstiger Unterstützung halfen.

Die Volksrepublik China sollte es endlich aufgeben, den Menschen auf Taiwan ihren Weg vorschreiben zu wollen. Soweit ich zum Jahreswechsel 2013 / 2014 feststellen konnte, arbeiten aber auch bedeutende politische und ökonomische Gruppen in Taiwan in Richtung einer weiteren Annäherung an die Volksrepublik China, um für sich selber mehr den größten Profit und Nutzen herausholen zu können. Die Vorzüge, in einer demokratischen Gesellschaft zu leben, sich selber zu verwalten und nicht von einer 2000 km entfernten Hauptstadt alles vorgeschrieben zu bekommen, wollen – so mein Eindruck – diese Führer des Staates und der Wirtschaft vergessen machen. Woran ich das festmache, soll in den folgenden Beiträgen noch thematisiert werden.

Heute geht es darum, Taiwans internationales Engagement zu loben. Im Kampf gegen die Erwärmung unseres Planeten sind Taiwaner sogar in der Heimat der Pinguine im Einsatz. Mit modernster Technik und Schneekanonen wird hier versucht, die Schneedecke im ewigen Eis zu stabilisieren. Dieser selbstlose Einsatz ist umso mehr anzuerkennen, als mein Schwiegervater, der in seinem ganzen Leben nicht ein einziges Mal Schnee gesehen hat, die These vertrat, dass Taiwaner nicht in eisigen Klimaten leben können.

Aber wollte nicht auch ich, der 1. Klasse-Reisende auf Taiwan, der nur für ein paar Wochen in der besten Jahreszeit außerhalb der Taifunsaison kommt, der stets gefahren wurde in komfortablen Bussen mit Störpotenzial für die lokale Bevölkerung, in Mietwagen über der Micra-Klasse und sogar in deutschsprachigen Taxis, immer nett zu meinem Gastland sein? Und trotzdem kommt es immer wieder durch, das karikaturenhafte, ironische Überzeichnen von Situationen. Taiwaner könnten es sicher in Deutschland genauso machen, wenn es mehr Verständnis im chinesischen Kulturkreis für Ironie gäbe. Sogar bei meiner Frau ecke ich gelegentlich an, obwohl sie das deutsche Wesen und mich schon lange genug kennen sollte.

Zur Auflösung: Die Heimat dieser Pinguine ist nicht der Südpol sondern das nationale Museum für Meeresbiologie und Aquarium in Hengchun an der Südspitze Taiwans. Aufgrund der Kaltfront, die über Taiwan hinwegzog, war an dem Tag eine gute Gelegenheit, nach vielen Jahren das Museum mit seinen noch warmen Hallen und Austellungsgebäuden wieder zu besuchen. Die Schneekanone hinter Glas dient natürlich dazu ein passendes Ambiente für die agilen Tiere und die zahlenden Besucher zu schaffen. Ansonsten ist es wohl aus Gründen des Klimaschutzes und der Ökologie völlig widersinnig, mit viel fossiler und atomarer Energie Kunstschnee in den Subtropen zu produzieren.

Und auch was dieses Verhalten angeht, ist Taiwan keine Ausnahme in der Staatengemeinschaft.

Freitag, 6. Dezember 2013

U2

Das Mondkaninchen

Wenn das kommunistische China seinen „Jiao Didi” (小弟弟) zeigt, eine lange Phallusrakete mit orgasmischen Schreien zum Mond schickt und dabei die Tagesschausprecherin zu der Nachricht, wie anfangs dieser Woche geschehen, von der „Ju Tu“ genannten Raumsonde spricht, kommen bei Luo You Erinnerungen an seine guten Jahre in den Diskotheken der 1980er auf.

Aber kann „the only band that matters“, wie zu der Zeit gesagt wurde, mit so unvergeßlichen Songs wie “In The Name Of Love“ wirklich Namensgeber in der sino-kommunistischen Raumfahrt sein? Eine Musikgruppe, die sich für soziale Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit und politische Projekte einsetzt?

Vereint schmücken die Flaggen Japans, der Volksrepublik China, der Republik China, also Taiwans, und der USA eine Orchideenausstellung im März 2013. Locker gehen die zeitgenössischen Taiwaner mit dem Fahnenschmuck um, dessen Kombination in anderen Ländern, so in der Volksrepublik, große politische und strafrechtliche Probleme aufwerfen kann. Dabei ist es bestimmt nicht nur schöner, sondern auch wesentlich vernünftiger sich gegenseitig Orchideen zu zeigen als geladene Kanonenrohre und Raketen, wie gegenwärtig um die Senkaku-Inseln.

Es ist also kaum vorstellbar, dass die „Máo Fěi“ (毛匪) derart internationalisiert sind, um der Musikgruppe U2 eine für ihre Regierung so bedeutende Errungenschaft zu widmen oder allein schon darauf Anspielungen machen.

Letztendlich führte die unsaubere Aussprache des von der Tagessprecherin stark simplifizierten Chinesischen zu „U2“. Nach einigen Rätseln vor dem Fernseher kam die beste Ehefrau von allen darauf, dass es sich um „Yuè Tù“ (月兔), das Mondkaninchen, handeln muss.

Dies ist zwar nicht „Yuè Tù“ (月兔), ist aber trotzdem süß. Der Hoppel in der Nähe des Imbißzone bei der Orchideenausstellung dient auf keinen Fall dazu, den Appetit anregen. Er soll sicher zusammen mit seinen Freunden in einem Streichelzoo nach den vielen statischen Pflanzen der Schau Kinder und Erwachsene erfreuen. Bei mir hat es funktioniert.

In der chinesischen Mythologie stampft das Kaninchen, was auf dem Mond lebt, dauernd die Kräuter für das Lebenselexier der Unsterblichen und steht in enger Beziehung zur Mondgöttin, dem „Bunny Girl“ nach Buzz Aldrin.

Selbst wenn der Name „Yuè Tù“ (月兔) mittels eine Online-Abstimmung - bestimmt ganz demokratisch - ausgewählt sein sollte, kann er aus meiner zugegeben beschränkten Sicht als Metapher gelten. Letztendlich überleben auch die Funktionäre im System der Volksrepublik vor allem durch die Erfolge ihrer unermüdlichen Kaninchen, ihrer Wissenschaftler und Experten, Arbeiter und Beamten. Und für herausragende Erfolge braucht es Mondflüge. So einfach ist das mit der Raumfahrt. Dann wird auch das friedliche Zusammenleben mit den Nachbarn weniger wichtig.

Mittwoch, 29. August 2012

The Smell Of Night Market

Trauerfall in der Familie, Entscheidung für einen neuen Job, Frau während der Sommerferien im Taifun-Taiwan, schnell wachsender Rasen ums Haus, ein weiterer Schritt im jahrelangen Beweisaufnahmeverfahren des Landgericht wegen Baumängeln an den Fenstern des Eigenheims, die die idiotische Firma zuerst völlig abstritt, auf jeden Fall nicht reparieren will und die vereinbarte Gewährleistung komplett für sich gestrichen hat. Stattdessen werden die Auftraggeber verklagt.

Dazu kommen noch höhnisch lachende Taiwaner mit der Bemerkung: „Deutschland ist ein super Land. 5 Jahre Gewährleistung auf Bausachen. Ho! Ho! Ho!“ So weichen Theorie und Praxis des Eigenheimbaus voneinander ab. Exkurs: Vermutlich sind die meisten Happy-Happy-Bautagebücher im Netz von Baufirmen selber geschrieben, und nicht wie suggeriert von der Bauherrenschaft, weil die in der Phase viel zu sehr gestresst sind.

Bei all dem muss das Bloggen zurückstehen.

Vor dem Abflug meiner Frau im Juli 2012 gab es den nach stinkendem Tofu zweitbeliebtesten Snack auf Taiwans Nachtmärkten: hausgemachtes Xian2 Su1 Ji1, 咸酥雞, salzig, knuspriges Hähnchen. Die wichtigste Zutat scheint das Pfeffer-Salz-Gewürz aus der Tüte zu sein.

Nachdem das zerstückelte Hähnchen mit dem salzigen Gewürz überzogen ist, verbringt es eine gewisse Zeit im Backofen, um knusprig zu werden.

Fertig! Mit etwas Basilikum verfeinert verbreitet sich der Duft von Taiwans Nachtmärkten im ganzen Haus. Dabei roch es nicht nur gut, sondern es schmeckte auch so. Nur leider ist mir nach Horst Stern der unschuldig-unbeschwerte Genuss an Hähnchenfleisch verloren gegangen.

Aber natürlich sind hausgemachte Snacks nichts gegen taiwanisches Essen auf dem Eiland selber. Für den Daheimgebliebenen kam vor etwa drei Wochen dieses Foto nach dem Abendessen in einem Kaohsiunger Feuertopf-Restaurant, immerhin mit dem Versprechen beim nächsten Taiwanbesuch dort zusammen Gemüse, Meeresfrüchte, Tofu und Fleisch in einer wohlschmeckenden Brühe zu garen und in leckeren Saucen zu dippen.

Zur Zeit ist die beste Ehefrau von allen bei der 32. Internationalen Geografie Konferenz (IGC), die 2012 in Köln stattfand. Sogar bei dem nur in Fachkreisen bekannten wissenschaftlichen Treffen machen die Freunde von Mao2 Fei3 毛匪 den Taiwanern das Leben schwer. Die Präsentation und Bewerbung der „Geographical Society of China located in Taiwan“ für die Ausrichtung der IGC 2018 in Taipei wurde von der Pekinger Geografiegesellschaft geblockt. Systematisch versucht die Volksrepublik, Taiwan international zu isolieren, um es dann einzuverleiben, auszuplündern und die Menschen zu unterdrücken. Da kann Luo You nur sagen: Fuck You China Communist! Wir werden mehr als 22 Millionen Menschen auf Taiwan nicht im Stich lassen. Haltet durch, Ihr dort auf dem Eiland Formosa!

Freitag, 20. Januar 2012

Reconquer The Mainland -> Come To The Island

Lektüre auf meiner letzten Taiwanreise war das Weihnachtsgeschenk meiner Frau. Von ihr hatte ich das Buch „Allein unter 1,3 Milliarden“ erhalten. Es war ihr zuvor von erfahrenen taiwanischen Ehefrauen mit deutschen Männern empfohlen worden. Denn anscheinend sind wir in Taiwan gar nicht so weit vom chinesischen Wesen und Charakter entfernt.

Nach dem Lesen des Buches während der drei Wochen auf der Insel stellte ich für mich jedenfalls fest, dass Taiwan durchaus die kleinmaßstäblichere, im gewissen Sinne entwickeltere Version Chinas ist. Auch ich bekam des öfteren meine „Hallo“- oder besser „Hello-zinationen“, denn in Taiwan wird fleißig Englisch gelernt. Und ebenso weist das Leben und Leiden von Landsleuten im fernen Taipeh große Ähnlichkeiten zum Dasein des Erzählers in Shanghai auf.

Hieß es früher auf Taiwan unter Chiang Kai-Shek „Reconquer The Mainland“ hat sich dies mit Ma Ying-Jeou zu „Come To The Island“ verwandelt. Nach seiner Wiederwahl wird der Slogan sicher noch fetter gedruckt. Jedenfalls erkannte meine Frau nicht nur an fast allen touristischen Orten, die wir besuchten, Festlandschinesen sondern auch vereinfachte Schriftzeichen, wie sie sonst nur in der Volksrepublik China benutzt werden, auf Touristenbussen.

Beim mittelalten Westdeutschen kommen da Gedanken aus der guten Bundesrepublik des Jahres 1989 zurück, als die Trabis sich über die rechten Spuren der Autobahnen mühten. Aber irgendwie ist das dann doch nicht richtig zu vergleichen.


Ja, so schön kann Taiwan sein - Chinesische Touristin im roten Kleid auf den Felsen von Maobitou


Auf den Höhen weht bereits die Flagge von Chinesen der Volksrepublik über Taiwan


Weiterer touristischer Höhepunkt in Sichtweite ist die Mündung des Kühlwasserkanals von Taiwans Kernkraftwerk Nr. 3.

Dienstag, 24. Juli 2007

F-U-C-K YOU CHINA

The excitement about „F-U-C-K YOU CHINA" in the Chinese culture area was almost ignored by the German media. My wife, who is still staying in Taiwan, mentioned the news first and called my attention. There was an article in DW-World at July 9, 2007 and also at July 12, 2007 – in Chinese. In de.indymedia.org you could found a report about a demonstration of few Chinese students in front of a chain store of KULT, a German retailer of clothes, at July 12, 2007.

Picture by DW-World. Is this the KULT store at Obernstr. 82 or Sögestr. 46 in Bremen or somewhere else? It´s really time to learn better Chinese.

Some people, mostly Chinese students, protested against the sell of t-shirts with the imprint: „F-U-C-K YOU CHINA, Manufactured in Europa, Produced and designed by Philipp Plein". They felt, this is discriminating and racist. They demanded the responsible persons should apologize and withdraw the shirts.


49.50 Euro was the price of the shirt. According an article in Sueddeutsche Zeitung the retailer gave them back, although he liked to order more. Seemingly the demand was quite good.


Young people in Germany, Chinese as well as other Nationals, became the dogsbodies of China´s foreign policy.


The list of signatures published in a forum - now a broken link - “Against race discrimination - KULT and PLEIN must apologize!!! Please support us.”

Also the popular China-forums in internet are full of protests. The used terms start with the missing understanding and respect for the Chinese culture, xenophobia in Germany and end - as a reaction towards the criticism against the Chinese government - with the allegation of German behavior during the second world war and the holocaust of the European jews. Yes, the bad and ugly Germans came back. The company Philipp Plein International receives 1000 up to 1500 emails per day full of hate and countless phone calls from China and Hong Kong of „Fuck You“ crying people.

Philipp Plein, who received death threats, eg by this - now shut down - webpage at a server of Chemnitz university, is born in Munich, Germany. The company Philipp Plein International is situated in Switzerland. The shirt is manufactured somewhere in Europe, they write. The Text is written in English. Where the cotton comes from is unknown. The young and ambitious company suffers a lot from unauthorized copies of their design. As a kind of copy protection they created the imprint „F-U-C-K YOU CHINA – Manufactured in Europe – Produced and designed by Philipp Plein".

Because of 80 shirts on sale the German and Swiss embassador in Beijing got a reprehension by the Chinese government. Philipp Plein was appointed to the Chinese embassy in Bern, the capital of Switzerland. Although he apologized, the Chinese diplomats demanded furthermore a public annoncements in German and Swiss media. They even ask for a list of his sub-supplier.

Defacement of Christian symbols? If „our“ pope Papst Benedictus gets it, maybe the fuss about Philipp Plein starts again.

The worst about this affair is the wired pseudo-partiotism of the demonstrators and commentators, the self-proclaimed guards of the Nation, that possess the idea to be better than the other, because by chance CHINA is imprint in their passport. Weidade Zhong Guo (= Great China)! There is only one step distance between this kind of thinking to Nazis and religious extremists.

Confucius´ temple in Kaohsiung, Taiwan, in december 2004 - According the opinion of some people the teaches of Confucius lead to a firm unity of the individual personality and the country. Who writes „F-U-C-K YOU CHINA", insults all Chinese people.

Nationalistic are the attitudes of the demonstrators: They glorify „China“ as a mythic and superior creature, inaccessible and bare of all criticism. If I write „F-U-C-K YOU BERLIN" or „F-U-C-K YOU SHANGHAI", probably no inhabitant of Berlin or Shanghai will feel touched. But the Nation needs protection, because its endangered, and its more important than individual freedom. Thus even a small imprint on 80 shirts of a small fashion company can became a big problem.

The restriction of individual freedom in favour of a mythic glorified nation is extremely undemocratic and serves only for the particular interests of the small ruling class. This happened already once in German and no normal person wants to see this situation again: Limit a national group “gathered by their blood”, serve for a superior mythic and “natural” organization, that needs protection, discriminate and chase outsiders are their well known methods, that the Nazis used and use in the same way.

The search results in Google: 203.000 times „F-U-C-K YOU CHINA“. The entry in my former German blog for enlightement and liberty at the closed site of de.passado.com reached at least the 3rd place.

At the same time "F-U-C-K YOU CHINA" is not determined. Does the term mean the Peoples Republic of China or the Republik of China on Taiwan? Does it include Tibet or not? CHINA is a state. CHINA can be an culture area. CHINA are not the people. How can "F-U-C-K YOU CHINA" be racism? "F-U-C-K YOU CHINA" can be related with missing basic human right, the fate of the slave workers, with of the massacres at Tiananmen square in June 1989, with permanent war threat against 21.5 million peaceful people in Taiwan. There was fictitious answer of Philipp Plein in the web that disappeared already. Well, he printed "F-U-C-K YOU CHINA", because he and his company were tired of all those unauthorized copied products, that endanger the success of his small company and his own economic existence.

There is no racism, if a European company expresses its aversion against a system that doesn´t respect international agreements - a system and state that creates and doesn´t stop unrivaled conditions of work:



According my opinion the brain washers from kindergarten til university in PRC did a good job. Their cadres arrived and agitate already scrupulously in Germany, that the girls and boy toe the line: „F-U-C-K YOU CHINA".

Too simple calls an author of a webpage whose main enemy is the German imperialism. Only idiots can get those ideas, he writes. He insists there is a German racism and an agitation by popular German newspapers and magazines against China. The „simple“ Chinese students can feel it - and seemingly the „simple“ Chinese diplomats too! Philipp Pleins´s printing „F-U-C-K YOU CHINA“ is the trigger that they lose their patience, writes this authors. According the author it´s absolutely okay that citizens identify 100 % with your country and offend the assumed opponent: country = nation = all citizens. But he refuses to locate this credo close to the neo-nazi´s belief. Who is the idiot? Besides, there is no need of a conspiracy theory if a totalitarian controlled society implemented once successful the nationalistic thinking. It started in China in 1949.

When the memories come back about the incident at Tiananmen Square in 1989, I feel a little bit uneasy how good German salarymen and politicians can deal with the class of dictators that once ordered to slaughter CHINA´s unarmed and peaceful sons and daughters. On the other hand Germany ignores officially the democratic society of Taiwan.


In Taipei, March 2005, probably a member of the "Chinese race" (Could he be an aborigine, hakka, hoklo or vietnamnese?), misleaded by the secessionist Taiwan authorities – in the language of CHINA - has a similar opinion like Philipp Plein: „FUCK YOU CHINA COMMUNIST“.

"Racist" Foreigners protest together with Taiwanese against the anti-secession law of CHINA and hundreds of Chinese missiles directed to their Chinese compatriots in Taiwan

Luo You shows his copy protection to CHINA.

Montag, 21. Mai 2007

The Asian Woman - Die asiatische Frau

This post follows a discussion to ride a Taiwanese and save a horse in Fu Ludigel´s German blog. Later Mr. Paul Wolf (akkaly.blogspot.com) tried to explain the German readers of de.passado.com his theory of the genetic mixture of the Human "races". Don´t worry wikipedia deleted already this article. Selfless other members of de.passado.com stopped the spreading of his rough ideas and saved Passado Ltd. from the strict German laws (Nazi signs are forbidden!). We don´t live in UK (Attention! Don´t click here, if you are in Germany!) . As a precausion - because I´m staying now in Germany - I distance myself explicitly from the content and reject all responsibility according the sentence of the Civil District Court Hamburg of May 12, 1998. This statement also applies to all the other links that I set. – Dammed, how easy is blogging in Taiwan!

Asian women as objects of lust to mix the "races" according Akkaly, like the Taiwanese girls band 女F4 . (女 = woman, F is their cup size, 4, because they are four.)

In Germany 200 years ago the topic "Asian Woman" was only an academic theme to entertain the aristocratic and bourgeois society. Then the Prussian reforms of Stein and Hardenberg in 1807/1808 made first changes. Before the lordship of manor ruled, people were connected to the land and the farms. Without the permission of the lord of manor nobody left the village. He decided, who married to whom. Most of the people´s social and spatial mobility was quite limited. More than two village away from their home happened usually nothing: no flirt, no intercourse.



Fanny of 女F4 in motion on Youtube.

Nevertheless people could be mobile in previous centuries. Mentionable is the expansion of the Roman empire, the emigration of the nations in the 4th century, the crusades, Columbus in 1492 and all the later developments by this event. But technically, economically, socially and politically it needed always extremely big effort by the individual to move.

Who wants to see the „Asian Woman“ in Germany has to visit only a Chinese style restaurant. In exact sense a Turkish doner snack is enough. However, the picture is taken in Taiwan. This lady prepares fried dumplings, one of my favorite dishes.

1835 run the first public trains in Germany between Nuremberg and Fuerth. 1926 the German airline "Deutsche Lufthansa AG" was founded. In the 1960 the number of flights raised enormous. Nowadays the biggest German aiport by far is the Rhine-Main-Aiport Frankfurt. Terminal 1 was opened at March 14, 1972 by President Heinemann. Terminal 2, that leads the traveller of today smoothly to Taiwan, followed in 1994.

Asian women during a shopping expedition on the roof of Taiwan´s biggest, recently opened „Dream Mall“ (夢時代購物中心) in Kaohsiung

If I like to go next weekend for shopping and eating to Kaohsiung, I only have to consider about my budget und need few keyboard inputs into the computer. The world became so incredible small. Why to suffer from traditional German dishes, if the appetite longs for something more exciting?

Mr Udo Voigt (of course right) is the confident chairman of NPD (National Democratic Party of Germany). He thinks nothing of Akkaly´s "Mixture of Races Theory" and is shy with strangers. Next to him appears the representative Holder Apfel, who agitates sometimes inhuman for his particular interests.

„Keep the diversity of Cultures! Stop Foreign infiltration und Immigration!“, cries NPD. Simple mind Luo You asks, who wants to go back into the period before 1807, limited and unfree? What is the profit of a diversity of Cultures, if it is closed for us? Everybody will live again in his innocence and oafishness. Without foreigners Mallorca will be a poor Mediterranean island, depending on welfare aid, and hundred thousands of happy tourists will loose one of their favorite destinations. Besides, I can take care for my own culture and life style. They can keep their advices. Nobody is forced to become a Teuton in current German integration classes. We don´t live in the forests any more.
Not a member of a master race, just a foto model at Taiwan´s salt museum (台灣鹽博物館) in Cigu, Tainan County

According Gerhard Paul rightist extremist thinking circles around the idea of a natural blood-conditioned collective ( eg "The Germans") - in contrast to other groups (eg "The Foreigners") or individuals, that appear as a threat. This thinking is centered to expressions like "Nation" or "People" and contradicts all democratic ideas.
Gerhard Paul remarks furthermore, that already in 1934 the sociologist and philosopher Herbert Marcuse distinguished "Universalism" und "Naturalism" as main feature of rightist extremist attitudes. This lasts til today. „Nature“ is in rightist extremist thinking not the self-historic ground of the human history. "Nature" appears mystic as the primal, healthy and holy. This thinking opposes to the economic and social development and changes the principles of nature. "People" and "Nation" are always conditioned by blood. The "Nation" gets its power from the soil, the ground and the home. Characters of the "Race" unify the people. Its purification is the central condition for its health.

As another main feature describes Marcuse the mystification of socio-theoretical ideas of entireness, the "Universalism". According this thinking the entireness had always priority over the individuals. The single human depends on the "organic collective", that exists much longer than all individuals. The rightist extremist thinking creates an antagonism between collective and society. The splitted society with different classes (rich rulers vs. poor unemploeyed and retired persons) is the evil and has to be vanquished. The "Nation", the collective, appears as a superior creature, that the individual has to follow submissively. The fates of the humans are transitory. Only the nation is enduring: "You are nothing, Your Nation is all!"

Taiwan´s vice president Hsiu-lien Annette Lu (呂秀蓮) and the mayor of Kaohsiung, der second biggest city of Taiwan, Chen Chu (陳菊) have also an affinity to power, but they are solid democrats.

A massive aspiration to segregation and equalization, that can become violent, is the result of the historic-philosophical considerations of "Naturalism" and "Universalism". The threat of the Nation as the embodiment of the natural wholeness by external influences in the shape of alien powers in the inner part ("Foreigners", "ruling classes") and in the outer part (globalization, US-American imperialism) can only be eliminated, if the collective acts effective. Because the "nation" has to be defended continuously, fight and violence and the discrimination of minorities become necessary. Outward hostility and an interior uniformed society are two sides of the same medal.

Also the People´s Republic of China acts undemocratic and inhuman. Hopefully the leader of the city development unit of Guangzhou (spatially right) works for a better future of China. Here she is talking, accompanied by an assistant and a translator, to German planning and building experts.

The conservative constitutional lawyer Carl Schmitt demands concerning the question of homogeneity a "public and consistent will", that is necessary to keep the "nation". The government should be the absolute and totalitarian guard of the entireness. Right is only what the "nation" avails. Pluralism and consensus, individual freedom, human civil rights up to private proporty apperas as dangers, the threaten the national collective.

There is no space for democratic constitution, where fight and subordination under one will become the main priciple to survive. The aspiration of demarcation and homogeneity conflicts with the values of a democratic constitution. Not effectiveness of a collective in the shape of a "nation", but human dignity of man and individual freedom are the prior principles of our constitution, that have to be protected: "The state has to serve the people and not the people the state"
Thus right-wing extremism is defined as a bundle of anti-democratic strategies, derivated by a belief of "naturalism" and "universalism". Politically right-wing extremism aims for the restoration of a pre-democratic sytem. Whereby we arrive before 1807 or much worse in 1933.

Dancers of the Tsou-tribe in the mountains of Taiwan. On the island the Han-Chinese and the minorities use 23 living languages , means more or less 80 % of the population der Bevölkerung live in daily life multi-linual. China, a states that exists since thousands of yearsein, calls itself multi-national country. 55 minorities are recognized. The mayority of the people is formed by the Han-Chinese. Those Chinese language can be divided in at least 10 variants with comparable differences like between Spanish and French.

The idea of immoderate foreign infiltration - in German: „Überfremdung“ (a negative buzz word of the year 1993) - serves for the aspiration of segregation and equalization in rightist extremist thinking. According a poll purchased by Leipzig University 2004 37,7 percent of the Germans agreed with the statement: "The federal republic of Germany is infiltrated immoderately at a dangereous level by the big number of Foreigners." Furthermore 23,9 % agreed with the sentence „What Germany needs now is a single strong party, that represents the nation."
According behavior scientist Eibl-Eibesfeld people of all cultures show generally an ambivalent behavior in front of other humans. "We are all looking for the friendly contact to other humans, but we try to avoid it at the same time. Every child at the age of 6 to 8 months gives us the proof, if it smiles to a strangers, then nestles to the mother pending between the reaction of sympathy and fearful turning-away. A bad experience with a stranger is not a condition to develop timidity against aliens. It´s the maturation of a biological program."

Asian woman and mother barbecues for a "closed small collective" at Dajin Waterfall (大津瀑布) in Taiwan.

The fellow human being is carries signals that activate friendly affection as well as fear and defense - before all individual experience. „We are constructed in a way, that individual acquaintance lowers the signals that cause fear. We don´t feel fear in front of known persons." During the longest period of human history people lived together in "closed small collectives", where the members know each other quite well in an atmosphere of mutual confidenc. ... nowadays we live in anonymous big societies, by what the negative signals of the fellow human beings - that of competition - get a stronger accent. Mistrust and fear determine and strain the living together.“

Three female asian fellow passengers as carriers of signal that causes astonishment: helmets with colourful wigs.

Eibl-Eibesfeldt as a comparing behavior scientist was totally out in his demand for assimilation of Foreigners and limit migration. According to an article publish in F.A.Z. he could name neither the criteria of ethnic and cultural identity nor the "cultural tolerance", the beginning of immoderate foreign infiltration. The upper limit is crossed, if xenophobia appears. The fact, that resentment often changes to violence in areas with a low density of aliens, ignores Eibl-Eibesfeldt. His opinion, that assimilation can avoid the escalation in a situation of fear und mutual mistrust, is quite naive. If the rightist extremist thinking hooligan gets angry, he will thrash the next "negro", no matter if this guy is assimilate or not. You can assume that even as Foreigner in Taiwan.
"Immigration means uncertainty, because people are forced to deal with unknown and alien people, their culture and lifestyle. That´s a problem." So easy the dispute partner of Eibl-Eibesfeld Mr. Cohn-Bendit formulates it without refering to the authority of ethnological studies.

Because I love pluralism and the individual freedom, nobody will be here segregated or equalized.

Ludigel
Asian German with a reaction of uncertainty